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Was wird bei der Spende beachtet?

 

Bei der Corneaspende werden entweder die Augäpfel oder die Hornhautscheiben entnommen. Die Entnahme wird nur durchgeführt, wenn der Verstorbene durch einen Organspendeausweis einer Corneaspende zugestimmt hat.

Liegt kein Spendeausweis vor, werden die Angehörigen um Zustimmung gebeten. Diese oder andere, auf dem Ausweis zu benennende Personen, werden in jedem Fall über die beabsichtigte Entnahme informiert.

Was viele nicht wissen: Die Cornea kann noch bis zu drei Tagen nach eingetretenem Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen entnommen werden.

Nur erfahrene Augenärzte führen die Entnahme durch. Bei der Entnahme der gesamten Augäpfel werden Kunstaugen eingesetzt, bei der Entnahme der Cornea wird eine Kontaktlinse aufgesetzt. Die Augenlider werden geschlossen und der Gesichtsausdruck bleibt unverändert.

Die Anonymität des Spenders und des Empfängers bleibt gewahrt.

Den Angehörigen entstehen keine Kosten. Der normale Ablauf der Bestattung wird durch die Entnahme nicht beeinträchtigt.

Was muss man tun, wenn man nach dem Tode seine Hornhäute spenden möchte?

Die Bereitschaft zur Hornhautspende sollte mit der Familie besprochen werden. Die Angehörigen sind dadurch in der Lage, dem Arzt die Entscheidung des Verstorbenen mitzuteilen. 

Wer Organe und Gewebe spenden möchte, sollte einen Organspendeausweis mit sich führen. Auf ihm kann vermerkt werden, welche Organe und Gewebe nach dem Tode entnommen werden dürfen. Diese Erklärung gilt für alle transplantablen Organe und Gewebe. Eine Registrierung potentieller Organspender findet nicht statt. Deshalb sollte die Erklärung stets den Personalpapieren beiliegen.

Wer kann eine Hornhaut spenden? 

Jeder Verstorbene ist ein potentieller Spender. Das Alter spielt dafür keine Rolle. Auch Brillen- oder Kontaktlinsenträger sowie Menschen, die an Augenkrankheiten leiden oder an den Augen operiert wurden, kommen grundsätzlich als Spender in Betracht. 

Ob eine gespendete Hornhaut verwendet werden kann, hängt letzlich von ihrer Beschaffenheit ab, die vor einer Transplantation unter dem Mikroskop geprüft wird. Infektionen des Spenders können zum Ausschluss führen. Hornhäute von Verstorbenen, die mit dem Erreger von HIV, Hepatits B oder C oder der Syphilis infiziert waren, werden nicht verpflanzt. Menschen die einem Krebsleiden erlegen sind, kommen dagegen durchaus als Spender in Betracht.

Was passiert mit der gespendeten Hornhaut? 

Nach der Entnahme wird die Hornhaut am Mikroskop beurteilt. Ist die Qualität gut, wird sie in einem Medium gelagert, welches zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels dient.

Hier kann das Transplantat bis zu 4 Wochen aufbewahrt werden. Zwei Tage vor der Transplantation wird die Hornhaut, die bisher stark gequollen und undurchsichtig war, in ein anderes Medium zur Entquellung gegeben.

Die Hornhaut wird noch einmal auf ihre Qualität hin überprüft und zur Transplantation freigegeben. 

Vergabekriterien 

  Die Vergabe der Transplantate erfolgt streng nach den Regeln der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Hornhautbanken und den Richtlinien der Bundesärztekammer.