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Deutsche Wirbelsäulenstudie EPILIFT

Ausführlicher Projekttitel
Epidemiologische Fall-Kontroll-Studie zur Untersuchung von Dosis-Wirkungs-Beziehungen bei der Berufskrankheit Nr. 2108

Projekttyp
Epidemiologische Fall-Kontroll-Studie

Verantwortliche Projektleiter
PD Dr. Bolm-Audorff (Sprecher)
Prof. Dr. Haerting (Stellvertretender Sprecher der Steuerungsgruppe)
Dr. Jäger

Projektlaufzeit
2002 - 2005

Projektmitarbeiter im Teilprojekt Halle
Prof. Dr. Haerting
Dr. Bergmann
PsM. Schumann
Frau Jendrezok
Frau Piehler
Frau Minkus
Dr. Skölziger

Förderer/Sponsor
HVBG (Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften)

Kooperationspartner
Projektleitung: PD Dr. med Bolm-Audorff, Landesgewerbearzt
Studienzentrum Frankfurt: Dr. med. Seidler und Prof. Dr. med. Elsner, Institut für Arbeitsmedizin der Universitätsklinik Frankfurt
Studienzentrum Freiburg: Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Hofmann, Lehrstuhl für Arbeitsphysiologie, Arbeitsmedizin und Infektionsschutz, Bergische Universität/Gesamthochschule Wuppertal; Dr. Michaelis und Dr. Nübling, Freiburger Forschungsstelle für Arbeits- und Sozialmedizin
Studienzentrum Regensburg und orthopädische Leitung: Prof. Dr. med. Grifka und Dr. med. Linhardt, Orthopädische Universitätsklinik Regensburg
Arbeitsphysiologisches Zentrum: PD Dr.-Ing. Jäger und Prof. Dr. rer. nat. Luttmann, Institut für Arbeitsphysiologie an der Universität Dortmund
Röntgenzweitbeurteilung: Herr Dr. Hering-von Diepenbroick, Abteilung für radiologische Diagnostik und Nuklearmedizin der Raphaelsklinik Münster
Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitssicherheit: Dr. Ellegast und Dipl. Biol. Ditchen, Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitssicherheit, St. Augustin
Technische Aufsichtsdienste der Unfallversicherungsträger

Publikationen und Vorträge
Schumann B, Bergmann A, Linhardt O, Hofmann F, Ditchen D, Jäger M, Seidler A, Bolm-Audorff U (2004). EPILIFT – An epidemiological study on lumbar diseases and the exposure to object handling and postural load. Premus 2004, 5th International Scientific Conference on Prevention of work-Related Muskuloskeletal Disorders, Abstract Book Vol. I, ETH Zürich: 297-298. 

Kurzbeschreibung
Mit der Aufnahme bandscheibenbedingter Erkrankungen der Lendenwirbelsäule in die Berufskrankheitenliste im Jahr 1992 stellte sich die Frage der arbeitstechnischen Voraussetzungen zur Anerkennung dieser Berufskrankheit. Diese Fragestellung konnte bis heute nicht einheitlich beantwortet werden. In der Deutschen Wirbelsäulenstudie soll auf der Grundlage einer differenzierten Ermittlung der beruflichen Belastungen die Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen definierten kumulativen Belastungen und der Diagnose einer bandscheibenbedingten Erkrankung der Lendenwirbelsäule bei Männern und Frauen untersucht werden. Hierbei soll der Zusammenhang zwischen der – expertengestützt ermittelten – kumulativen Belastungsdosis und dem Auftreten bandscheibenbedingter Erkrankungen bei Männern und Frauen geklärt werden. Der Studie kommt eine hohe praktische Relevanz für die Umsetzung der Berufskrankheit Nr. 2108 der Berufskrankheitenverordnung zu.

Das Forschungsprojekt wird als multizentrische Fall-Kontroll-Studie durchgeführt. In Halle sollen 250 Fälle (Probanden mit definierten Erkrankungen der Lendenwirbelsäule) zwischen 25 und 70 Jahren aus den relevanten Fachkliniken im Raum Halle rekrutiert werden. Die Kontrollprobanden werden aus einer repräsentativen Stichprobe der Bevölkerung der Stadt Halle (Saale) und des Saalkreises im Alter von 25-69 Jahren rekrutiert. Die Datenerhebung erfolgt durch ein oder zwei computergestützte Befragungen der Studienteilnehmer. Dabei werden neben allgemeinen Angaben zur aktuellen und früheren Berufstätigkeit die berufsbedingte lebenslange Belastung der Wirbelsäule durch Heben, Tragen, extreme Rumpfbeugehaltung und Ganzkörperschwingungen erfasst, weiterhin außerberufliche körperliche und psychosoziale Belastungen. 

Es besteht ein starkes öffentliches Interesse an der Durchführung des Forschungsprojektes, da aufgrund der Studienergebnisse die berufliche Exposition durch körperliche Belastung als Ursache bandscheibenbedingter Erkrankungen der Lendenwirbelsäule wesentlich differenzierter erfasst werden kann. Damit wird eine adäquatere Begutachtung der weitverbreiteten Berufskrankheit Nr. 2108 möglich. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen nach Abschluss der Studie für die Allgemeinheit nutzbar gemacht werden, indem ein korrigierter Grenzwert für die kumulative Belastungsdosis am Arbeitsplatz zur Anerkennung einer Berufskrankheit festgelegt wird.

Projektlink
www.hvbg.de/d/bia/fac/ergonomie/epilift/

 

 

 

Kontakt

Direktor:
Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk

Chefsekretariat: 
Beate Jenderka

Postanschrift:
Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg
Institut für Medizinische Epidemiologie, 
Biometrie und Informatik 
06097 Halle (Saale)

Besucher-/Lieferanschrift:  
Magdeburger Straße 8
06112 Halle (Saale)

Telefon:
+49 (0)345  557-3570

Telefax:

+49 (0)345  557-3580

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