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Forschungsschwerpunkte

 

Untersuchung der immunologischen Funktionen bei Adipositas

Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit stehen verschiedene Untersuchungen zur differentiellen Wirkung von Adipokinen auf Immunzellen in Abhängigkeit vom Körpergewicht. Hier konnten wir in den letzten zwei Jahren interessante in vivo und in vitro Daten generieren, die einen Migrations-fördernden und aktivierenden Effekt von Leptin auf Natürliche Killer (NK) Zellen von normalgewichtigen Nagern zeigen. Interessanterweise ist das Verteilungsmuster der NK Zellen im Gewebe, das Migrationsverhalten und die Aktivierung durch eine Leptin Applikation im Rahmen einer Adipositas in einer komplexen Art und Weise gestört. Mit einem breiten Methodenspektrum (FACS-Analysen, Western Blot, qRT-PCR, Immunhistologie, ELISA) haben wir herausgefunden, dass verschiedene Signaltransduktionswege (z.B. Jak2/Stat3 und Erk1/2) in NK Zellen von adipösen Individuen eine Leptin-Resistenz aufweisen. Diese publizierten Ergebnisse, die wichtige Implikationen für die Krebsentstehung und für die erhöhte Empfindlichkeit für systemische Infektionen bei adipösen Individuen haben, wurden mit dem Ernst Eickhoff-Preis für Endokrinologie ausgezeichnet. In den letzten Jahren konnten die Erkenntnisse aus dem Tiermodell bei adipösen Menschen bestätigt und ausgeweitet werden.

Diese Forschungsarbeiten werden durch folgende Projekte gefördert:

Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V.: "Untersuchungen der Funktionalität natürlicher Killerzellen bei diät-induzierter Adipositas und Brustkrebs im postmenopausalem Mausmodell" (Dr. Julia Spielmann)

Dr. Werner Jackstädt-Stiftung: "Charakterisierung von Adipositas-assoziierten Veränderungen der NK-Zell-Funktion beim kolorektalen Karzinom" (Dr. Ina Bähr, Professor Heike Kielstein)

Einfluss der chronischen Niereninsuffizienz auf Verhalten, Immunfunktionen und kognitive Fähigkeiten im Rattenmodell der 5/6 Nephrektomie und unter Langzeitgabe des endogenen NO-Synthase Inhibitor Asymmetrisches Dimethylarginin (ADMA) 

Der zweite Schwerpunkt der Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Auswirkungen der chronischen Niereninsuffizienz auf kognitive und immunologische Funktionen im Rattenmodell. Hierzu verfügt die Arbeitsgruppe über eine umfangreiche apparative Ausstattung zur Untersuchung verschiedener Verhaltensparameter, wie z.B. Neugier, soziales Verhalten, Bewegungsaktivität, Angst, Kognition und Schmerz. Im Rahmen der Third National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES III) wurde bei 4849 Teilnehmern mit einer eingeschränkten glomerulären Filtrationsrate gezeigt, dass diese im Vergleich zu Nierengesunden eine deutlich schlechtere visuelle Aufmerksamkeit und Lernkonzentration hatten. Die Ursache der Demenz bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist allerdings weitestgehend unbekannt. Neben Formen der vaskulären Demenz werden auch Urämietoxine angeschuldigt, einen negativen Einfluss auf zerebrale Funktionen zu haben. Ein hierfür potentiell interessantes Urämietoxin ist asymmetrisches Dimethylarginin (ADMA), der potenteste endogene Inhibitor der NO-Snythase (NOS). Wir wollen herausfinden, um welche kognitiven Defizite es sich handelt, ob es sich hierbei um ein zeitabhängiges Geschehen handelt und welche Rolle ADMA zukommt.

Direktorin:
Prof. Dr. Heike Kielstein

Hausanschrift:
Medizinische Fakultät
Institut für Anatomie und Zellbiologie
Große Steinstraße 52
06108 Halle (Saale)

06097 Halle (Saale) - Postanschrift

E-Mail:
Prof. Dr. med. 
Heike Kielstein

Prof. Dr. med. 
Faramarz Dehghani

Sekretariat:
Evelyn Axmann
Elisabeth George
Antje Harbach

Telefon: 
(+49) (345) 557 - 1701, -1702, -1703
Fax: (+49) (345) 557 - 1700

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