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Tränen-Nasenwegs-Sprechstunde

 

Die Tränen-Nasenwegs-Sprechstunde ist eine Spezialsprechstunde für Erkrankungen, die man im allgemeinen mit den Begriffen des feuchten Auges (Leitsymptom: vermehrtes Augentränen) und trockenen Auges (Leitsymptom: als wäre Sand in den Augen) verbindet. 

Als eine der wenigen Zentren in Deutschland bietet die Universitätsaugenklinik Halle die Möglichkeit endoskopischer Diagnostik und Operation.

Ein neues Angebot der Klinik ist die Interdisziplinäre Tränenwegskonferenz, welche vierteljährlich gemeinsam mit der Klinik für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie HNO abgehalten wird. 

Termine für 2013: 14.05., 10.09. , 10.12.  jewils 9 -13 Uhr 

           

          

    Leiter:

 

    OA Dr. med. J. Heichel

 

    Ärztliche Mitarbeiter:

 

    OA Dr. med. T. Bredehorn-Mayr

    OA Dr. med. J. Heichel 

 

    Sprechzeiten:

 

 

   Erwachsene: Dienstag 8:00 bis 15:30 Uhr   

   Kinder: Dienstag 8:00 bis 13:00 Uhr

 

    Terminvereinbarung:    

 

 

 

  Erwachsene: 0345-557-1572

 

  Kinder: 0345-557-1577

 

Tränen-Nasenwege

 

Die Universitätsaugenklinik Halle ist seit vielen Jahren ein anerkanntes Zentrum für Tränen-Nasenwegserkrankungen und verfügt über das gesamte Spektrum modernster Diagnostik- und Therapieverfahren. Insbesondere die TNW-Endoskopie, welche nur in einigen ausgewählten Zentren Deutschlands zur Verfügung steht, hat sich zu einem wertvollen Diagnostikverfahren entwickelt. Neben der breiten Palette der klassischen Operationsverfahren besteht so auch in ausgewählten Fällen die Möglichkeit eines minimalinvasiven endoskopischen Eingriffs. 

Die Operationsverfahren werden je nach Umfang stationär (durchschnittlich 3 Tage Aufenthalt) oder ambulant in Narkose oder in örtlicher Betäubung durchgeführt.

Grundsätzliche Möglichkeiten sind:

1. Die Tränenwegs-Intubation

Bei Verlegung der ableitenden Tränenwege (s. Abb. Tränenträufeln) kann nach erfolgreicher Durchspülung die Schienung mit einem feinen Silikonschlauch notwendig werden.
Die Einführung erfolgt mit speziellen Intubations-Sets sowie eine Fixierung in der Nase. Nach etwa 3 Monaten wird der Schlauch ambulant in Oberflächenbetäubung über die Nase entfernt.

 

 

2. Tränenwegsoperationen 

Der Zugang zum Tränensack erfolgt von außen über einen Hautschnitt (~ 6 – 8 mm) im inneren Augenwinkel. Von hier aus kann je nach Ausgangsbefund die Verbindung zur Nase über den Knochen oder/und zu den Tränenpünktchen bzw. der Bindehaut im Lidwinkel hergestellt werden. Zusätzlich zur Vernähung der Schleimhäute wird oft ein Silikonröhrchen (Stent) eingelegt, das etwa 3 – 12 Monate verbleibt. 

3. Endoskopische Tränenwegsoperation 

Mit dem Tränenwegsendoskop wird das Tränenabflusssystem genauestens besichtigt, ausgespült und bougiert. Oft ist danach schon eine Tränenwegs-Intubation (s. oben) möglich. In besonderen Fällen kann über die Fiberglasoptik ein Mikrobohrer oder ein Laser zur Beseitigung von Membranen genutzt werden. Abschließend erfolgt wieder das Einlegen eines Silikonschlauches. 

   

Die Sprechstunde findet jeweils an zwei Tagen der Woche statt. Bei Säuglingen und Kindern stehen die Folgen angeborener Verschlüsse im Vordergrund. Aufgrund der Patientenanzahl muß auf einen Vorstellungstermin mit einer Wartefrist von ca. 4-6 Wochen gerechnet werden. Wie bei allen Spezialsprechstunden benötigen Sie auch hier einen Überweisungsschein von Ihrem Augenarzt, welcher Ihnen auch einen Termin vermitteln wird.