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Linsenaustausch (RLE, CLE)

 

Beim RLE (Refractive Lense Exchange) oder CLE (Clear Lense Exchange) wird die körpereigene Linse gegen eine Kunstlinse ausgetauscht. Dieses Verfahren, übrigens das gleiche wie bei der Behandlung des Grauen Stars, kommt ausschließlich zum Einsatz bei Personen mit sehr hoher Fehlsichtigkeit, vorbestehenden Linsentrübungen, bei bestehender Altersweitsichtigkeit oder wenn aufgrund anatomischer Gegebenheiten die Implantation zusätzlicher Linsen nicht möglich ist:

  • Kurzsichtigkeit: ab -20 dpt
  • Weitsichtigkeit: ab +10 dpt
  • Hornhautverkrümmung: möglich

Der Eingriff wird ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Operation besteht aus 2 wesentlichen Schritten:

Entfernung der eigenen Linse
Über einen 2–3 Millimeter großen Einschnitt am Hornhautrand wird die vordere Kapsel der menschlichen Linse kreisförmig geöffnet. Mit Hilfe von Spezialinstrumenten und Ultraschall wird die körpereigene Linse verflüssigt und aus dem Kapselsack abgesaugt.

 

 

Einsatz der Kunstlinse
Durch die gleiche Öffnung wird die Kunstlinse in das Auge eingeführt und an der Stelle der körpereigenen Linse platziert. 
Die Kunstlinse wird für jeden Patienten individuell angepasst und verfügt über eine lebenslange Materialhaltbarkeit. (Illustration)

Durch die Entfernung der körpereigenen Linse und das Einsetzen einer Ein-Stärken-Linse verliert der Patient die Akkommodationsfähigkeit nahezu vollständig. Deshalb ist dieses Verfahren nur bei Personen sinnvoll, bei denen die Altersweitsichtigkeit schon eingesetzt hat. Der Einsatz von Mehrstärken-Linsen zum besseren Sehen auch in der Nähe stellt eine mögliche Alternative zu Ein-Stärken-Kunstlinsen dar.

Voraussetzungen für einen Linsenaustausch:

  • Extreme Fehlsichtigkeit 
  • Bereits reduzierte Akkommodationsfähigkeit 
  • Andere Verfahren kommen nicht in Frage 
  • Hoher Leidensdruck des Patienten

 

 

Weitere Optionen
Sollte nach dem Austausch der Linse noch eine geringe Fehlsichtigkeit feststellbar sein, bietet auch hier das zusätzlich durchgeführte Standard-Lasik-Verfahren die Möglichkeit der endgültigen Korrektur (Bioptics).