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Bedeutung des Mikromillieus bei der Krebsentstehung

Der Phänotyp von Tumorzellen hängt - neben seiner genetischen Determiniertheit - zum Teil vom umgebenden und zum Teil von selbst kreierten Milieu ab. Die „seed and soil“-Hypothese geht sogar soweit, dass nach Erwerb aller kanzerösen genetischen Veränderungen erst die Änderung des Mikromilieus das Wachstum der Tumorzellen ermöglicht. Thema dieses Teilvorhabens ist die Charakterisierung von Milieu-Signal-Interaktionen an Tumorzellen als Grundlage für Weiterentwicklung rationaler, patientenindividualisierter Therapiestrategien in der Onkologie. Hierbei sollen relevante Proteinmodifikationen des Milieu-Signal-Dialoges identifiziert und als therapeutische Zielstruktur validiert werden. Der Fokus liegt dabei auf der Bedeutung des pH-Wertes im Mikromilieu und dessen Einfluss auf Proteinkinasen. Die Arbeiten befassen sich mit der molekularen Charakterisierung von Azidose-induzierten Signalwegen, der ablaufenden Modifikationen von Signalmodulen, deren funktionelle Relevanz für den Tumorphänotyp und dadurch die Identifikation neuer Therapiestrategien homöostatischer (Modifikation des Mikromilieus) oder funktioneller (Beeinflussung von Zielproteinen) Art. Ausgehend von den in diesem Vorhaben erarbeiteten Mechanismen und charakterisierten Schlüsselmolekülen soll die Wirkstoffweiterentwicklung unterstützt werden, so dass möglichst großer  Nutzen bei möglichst geringen unerwünschten Wirkungen entsteht.

 

 

 

Kontakt

Michael Gekle

gefördert durch: BMBF-ProNet-T3, Deutsche Krebshilfe