Notfälle
Blutspende
Karriere
Presse
Forschung
Lehre
Patienten
Zuweiser

AG Gastrointestinale Onkologie

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 440.000 Menschen an Krebs. Etwa 30 % davon sind bösartige Tumoren des Magen-Darm-Traktes (Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallensystem, Dünndarm, Dickdarm/Enddarm), wobei allein der Dickdarmkrebs, nach dem Prostatakarzinom beim Mann und dem Mammakarzinom bei der Frau, die zweithäufigste Tumorerkrankung darstellt (geschätzte Daten des Robert-Koch-Institutes und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland auf Grundlage der Krebsregister der Bundesländer). 

 

Im Bereich der soliden Tumoren beschäftigen wir uns an der Klinik für Innere Medizin IV v. a. mit der Planung und Durchführung klinischer Prüfungen bei Tumoren des Magen-Darm-Traktes. Die etablierten und zugelassenen Therapieformen bei diesen Erkrankungen richten sich nach dem Krankheitsstadium (lokal, lokal fortgeschritten, metastasiert) und bestehen aus medikamentöser Therapie, Bestrahlung und/oder Operation. Einige Tumoren – besonders die in einem frühzeitigen Stadium erkannten - können dadurch mittlerweile geheilt oder zumindest lange Zeit unter Kontrolle gehalten werden. Ein Problem stellen immer noch die fortgeschrittenen Fälle dar, bei denen sich der bösartige Tumor unter Umständen schon im Körper ausgebreitet hat (Metastasierung). 

Die meisten Forschungsprojekte umfassen daher die Prüfung neuer Medikamente, wie eine Verbesserung der Chemotherapie (Zytostatika). Von besonderem Interesse sind die neuen, innovativen, durch die molekularbiologische Forschung entwickelten Medikamente wie etwa zielgerichtete und daher nebenwirkungsarme Antikörper gegen die Tumoroberfläche (z. B. Cetuximab) oder die Gefäßneubildung (z. B. Bevacizumab) bzw. hochspezifische Moleküle, die in gezielte Interaktion mit dem Zellzyklus der Tumorzelle treten und diesen dadurch empfindlich stören (z. B. Sunitinib, Temsirolimus). Auch die Kombination und Intensivierung etablierter Therapien, in einigen Fällen auch multimodale Konzepte, d. h. die Verbesserung des Zusammenspiels von systemischer und ggf. lokoregionärer Chemotherapie, Bestrahlung und Operation, sind Fragestellung aktueller klinischer Studien. Alle Studien haben das Ziel, die Behandlung des Magen-Darm-Krebses zu verbessern und ein längeres Überleben, manchmal sogar Heilung zu ermöglichen.  

In der stetigen Verfolgung dieses Zieles nimmt die Klinik an vielen multizentrischen,  nationalen und internationalen Studien teil. Zum Teil übernehmen die zertifizierten Studienärzte („Prüfärzte“) unserer Arbeitsgruppe auch die Planung und Studienleitung derartiger Studien oder kooperieren mit nationalen Studiengruppen (z. B. Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie - AIO) und internationalen Studiengruppen (z. B. EORTC). Daneben befassen wir uns mit vielen kleineren – jedoch nicht weniger interessanten - Projekten, etwa der Ernährungssituation von Patienten mit Magen-Darm-Tumoren. 

 

zurück

Kontakt

Dr. med. Jörn Rüssel

E-Mail: joern.ruessel(at)uk-halle.de

Kontakt:

Standort:

Landeszentrum für Zell- und Gentherapie, Funktionsgebäude 7, Ebene U02, Onkologische Ambulanz

Sprechstunde:

mittwochs 12:00 - 16:30 Uhr

Anmeldung:

+49-(0)345/557-7002