Sie befinden sich hier:»Institute»Geschichte und Ethik der Medizin

Herzlich Willkommen auf den Seiten des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin

Das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin

1992 wurde die Einrichtung als Institut für Geschichte der Medizin gegründet. Zum Gründungsdirektor wurde Prof. Dr. Josef N. Neumann bestellt. Zuvor war die Abteilung für marxistisch-leninistische Ethik und Geschichte der Medizin aufgelöst worden. Obgleich von Anfang an medizinethische Fragen Forschung und Lehre prägten, wurde diese Schwerpunktbildung erst 1999 durch die Umbenennung der Einrichtung in das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin auch nach außen sichtbar dokumentiert. Seit 2007 befindet sich die Einrichtung in den Räumlichkeiten der ehemaligen Augenklinik auf dem Campus Magdeburger Straße. Am Standort wird auch eine Präsenzbibliothek mit einem Bestand von mehr als 7.000 Bänden gepflegt. 

Seit Mai 2011 ist Prof. Dr. Florian Steger Direktor des Instituts. Unter seiner Leitung beschäftigt sich das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin mit der historischen Entwicklung der Medizin von ihren Anfängen bis heute. Es stehen Fragen der medizinischen Alltagspraxis im Mittelpunkt des Interesses: Wie haben die Patienten Medizin erlebt und erfahren? Wie ist die Handlungspraxis auf dem facettenreichen Gesundheitsmarkt zu beschreiben? Welche Rolle nimmt die Pflege ein? Bei der historischen Forschung interessiert auch der geschichtsträchtige Ort in und um Halle, sei es zu Beginn der Universität um 1700, sei es zur Zeit der DDR (DFG-Forschungsprojekt). Die reiche Fakultäts- und Universitätsgeschichte Halle-Wittenbergs wird ebenfalls untersucht. Darüber hinaus wird die Aufnahme und Bearbeitung von medizinischen Phänomenen und Strukturen in Literatur und Künsten historisch und sachlich-systematisch erforscht. Die historische Forschung am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin ist kulturwissenschaftlich ausgerichtet, so dass Fragen der Gender and Diversity Studies stets mitgedacht werden. Das Institut beschäftigt sich darüber hinaus mit medizinethischen Aspekten. Es interessieren Fragen der Implementierung von ethischen Basisstrukturen wie Klinische Ethikberatung. Die Einrichtung einer Klinischen Ethikstruktur sowie die Ethikfallberatung im Einzelfall, zur Unterstützung im Konfliktfall zur Verbesserung der Handlungs- und Entscheidungssicherheit, werden begleitend erforscht. Das Institut verfolgt mehrere empirische Studien zu medizinethischen Problemstellungen. Es interessieren des Weiteren medizinethische Fragen, welche durch Interkulturalität bzw. generell durch Gender and Diversity aufgeworfen werden. 

Für die medizinethische Forschung am Institut besteht eine enge Kooperation mit der Arbeitsgruppe "Ethik in der Praxis" der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. In der Lehre wird vom Institut der curriculare Unterricht in Medizinischer Terminologie (Human- und Zahnmedizin), Geschichte der Zahnmedizin, sowie Q2: Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin durchgeführt. An Q13: Palliativmedizin ist das Institut mit Ethikunterricht beteiligt.  Im Bachelor- und Masterstudiengang der Pflege- und Gesundheitswissenschaft wird Geschichte und Ethik der Pflege gelehrt, in den Masterstudiengang "Medizin - Ethik - Recht" werden Lehrveranstaltungen zur Medizinethik exportiert.

Aktuelles

Erste Mitteldeutsche Konferenz für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte Halle (Saale)

Dienstag, 13. März 2012

Ort: SR-MS-O1 (Raum 125), 1. Etage, Magdeburger Str. 8, 06112 Halle (Saale)

...........................................

Fortbildungsveranstaltung zur "Klinischen Ethikberatung"

Dr. Arnd T. May

Mittwoch, 15. Februar 2012, 9:00 bis 17:00 Uhr

Die Moderation einer Ethik-Fallberatung erfordert sowohl Moderationskompetenz als auch ethische Expertise. An ausgewählten Fallvignetten werden typische Konstellationen bei Ethik-Fallberatungen und Anforderungen an Ethikberater behandelt.

Anmeldungen bitte bis zum 3.2.2012 an Dr. Arnd T. May, Email: arnd.may©medizin.uni-halle.de.

Ort: SR-UKK-01, FG 05, Universitätsklinikum Kröllwitz, Ernst-Grube-Str. 40, 06120 Halle (Saale)

............................................

Gastvortrag "Von Anti-Aging bis Zellulartherapie: Eine kleine Geschichte der medizinischen Verjüngung"

PD Dr. Hans-Georg Hofer (Medizinhistorisches Institut, Universität Bonn)

Mittwoch, 1. Februar 2012, 17:15 Uhr

Lesen Sie hier die Vortragsankündigung als PDF-Datei.

Ort: Hörsaal HS-MS-08, Magdeburger Str. 8, 06112 Halle (Saale)