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Arbeitsprogramm

Aktualisiert am 2.3.2009



I. Grundlegende Ziele

Das Ziel des Zentrums ist eine Verbesserung der Versorgung Rheumakranker im südlichen Sachsen-Anhalt durch Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit der Mitglieder bei der Betreuung von Rheumakranken, der Forschung auf dem Gebiet der Rheumatologie und Klinischen Immunologie sowie in der rheumatologischen Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Gemäß dem Strukturprogramm verfolgt das Rheumazentrum Halle folgende Ziele:

a.    Verbesserung der interdisziplinären stationären sowie ambulanten Versorgung sowohl bei der Akut- als auch der Langzeitbetreuung Rheumakranker

b.    Organisation von Maßnahmen zur Qualitätssicherung und –steigerung

c.    Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen für Ärzte und Fachpersonal im Bereich der Rheumatologie und klinischen Immunologie

d.    Förderung der Verbesserung der studentischen Ausbildung

e.    Planung und Koordinierung gemeinsamer klinischer Grundlagen- und klinischer Forschung

f.    Entwicklung von Initiativen zur engeren Zusammenarbeit aller an der stationären und ambulanten Versorgung Beteiligten und mit der Öffentlichkeit


II. Qualitätssichernde Maßnahmen

Das Rheumazentrum Halle unterstützt Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Rheumatologie. Dazu gehören der Einsatz des Rheumapasses bzw. eines äquivalenten Patientendokuments, welches wesentliche Angaben zur rheumatischen Erkrankung, zu Begleiterkrankungen sowie zu bisherigen und aktuellen Therapieformen enthält. 
Mitglieder des Rheumazentrums nehmen an der Kerndokumentation des DRFZ teil. 

 
III. Projektgruppenarbeit

Im Jahr 2009 existieren am RZ Halle folgende Projektgruppen:

1.) Projektgruppe Früharthritis-Sprechstunde 

Leiter: Dr. med. Th. Linde

In Anlehnung an die Projektgruppe Früharthritis des Rheumazentrums Hannover widmet sich diese Gruppe der Verbesserung der Kooperation zwischen Hausärzten und niedergelassenen Rheumatologen. Schwerpunkte dieser Arbeit sind:

a.) Einrichtung einer Frühsprechstunde für entzündlich-rheumatische Erkrankungen. Dieses Projekt wurde Anfang 2006 den niedergelassenen Hausärzten in einer eigenen Informationsveranstaltung vorgestellt. Ziel ist die Vorselektion von Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen anhand eines einfachen Fragebogens mit dem Ziel, diese Patienten früher einer rheumatologischen Betreuung zuzuführen.

b.) Vermeidung nicht indikationsgerechter Überweisungen von Patienten, z.B. mit leichten degenerativen Gelenkerkrankungen oder lediglich abweichenden Laborbefunden. 
Die Projektgruppe führt dazu Weiterbildungsveranstaltungen für Hausärzte durch. Die Überweisungen in die rheumatologische Praxis und die Qualität und Quantität der mitgelieferten Befunde werden im Rahmen einer medizinischen Promotionsarbeit erfasst und die Ergebnisse bei den alljährlichen Frühjahrs- und Herbsttagungen vorgestellt. 


2.) Projektgruppe Aus- Weiter- und Fortbildung 

Leiter: Prof. Dr. med. G. Keyßer

Die Projektgruppe befasst sich mit der Verbesserung der rheumatologischen Aus- und Weiterbildung an der Universität Halle und in der Region. Dabei sollen die bisher vorhandenen Angebote der einzelnen Einrichtungen gebündelt und koordiniert werden. Ziel ist es, in der Region eine rheumatologische Weiterbildung zu etablieren, die den Qualitätskriterien der Rheumaakademie der DGRh entspricht.

1.) Rheumatologische Fortbildung
Das Rheumazentrum Halle bietet regelmäßig rheumatologische Fortbildungsveranstaltungen an. Dazu gehören u.a.:
- Die jährlich durchgeführte Frühjahrstagung 
- Die Herbsttagung Sachsen-Anhalt, (Gemeinsam mit dem Rheumazentrum Vogelsang), alternierend zwischen Halle und Magdeburg. Im Jahr 2009 findet die Herbsttagung in Magdeburg statt. 
- Der Praxiskurs für Allgemeinmedizinier und Internisten. Letztere ist ein abendfüllender Kurs, bei dem Rheumatologen ihre eigenen Patienten einem Kreis interessierter Hausärzte vorstellen. Die Koordination dieser Veranstaltung erfolgt durch das Rheumazentrum – so ist dafür gesorgt, dass ein repräsentativer Querschnitt rheumatologischer Krankheitsbilder vermittelt wird. 
- Die ACR-und EULAR- Nachleseveranstaltung, gemeinsam mit dem Rheumazentrum Leipzig, 
- Die rheumatologische Vorlesungsreihe im Rahmen des Facharzt-Intensivkurses. 

2.) Arbeitskreis Rheumatologie
An der Universität Halle besteht seit 1999 der Arbeitskreis Rheumatologie, auf dem einmal pro Monat rheumatologische Fälle aus Klinik und Niederlassung vorgestellt und diskutiert werden. Dieser Arbeitskreis wird gepflegt und durch turnusmäßig vergebene Beiträge der Mitglieder des Rheumazentrums erweitert. 

3.) Einrichtung eines Wahlfachs Rheumatologie in Kooperation mit der Deutschen Rheumaliga und niedergelassenen Rheumatologen.
An der Universität Halle existiert seit 2009 das klinische Wahlpflichtfach Rheumatologie, welches gemeinsam von internistischer Rheumatologie und Orthopädie angeboten wird. Ziel dieses Faches ist die Schaffung eines Problembewusstseins für rheumatologische Fälle unter der Studentenschaft durch praxisnahen Unterricht und die Sicherung des rheumatologischen Nachwuchses in der Region. Für die weitere Entwicklung dieses Faches wird die Hospitation der Wahlfachteilnehmer bei niedergelassenen Rheumatologen und in physiotherapeutischen Einrichtungen angestrebt. 


3.) Projektgruppe Rehabilitation

Leiter: Prof. Dr. W. Mau

Die Projektgruppe befasst sich mit der Verbesserung der Rehabilitation von Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen in  der Region. Das betrifft sowohl die Durchführung komplexer ambulanter Interventionen als auch Maßnahmen in Reha-Einrichtungen. Dabei sind verschiedene Schwerpunkte in der Versorgungskette von Interesse: 

1)    Reha-Zugang
Trotz existierender Empfehlungen und Bedarf findet nur ein Teil der Betroffenen den Weg zu komplexen ambulanten Interventionen oder in Rehabilitationseinrichtungen mit Maßnahmen nach sogenannten allgemeinen Antragsverfahren bzw. AHB-Maßnahmen. Die Projektgruppe leistet Aufklärungsarbeit bei reha-bedürftigen Patienten, betreuenden Ärzten und Leistungsträgern. Sie identifiziert Problembereiche des Reha-Zugangs in der Region und erarbeitet gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungsvorschläge. Zur Reha-Vorbereitung wird der Informationsfluß mit Zusammenstellung der relevanten Unterlagen verbessert.
2)    Optimierung von Reha-Maßnahmen
    Entsprechend dem individuellen Reha-Bedarf werden Optimierungsmöglichkeiten rehabilitativer Interventionen sondiert.
3)    Reha-Nachsorge
Zur Verstetigung des Reha-Erfolgs werden Nachsorgemaßnahmen wie Funktionstraining oder komplexere Angebote vielfach nicht wahrgenommen. Für die Region werden eine Landkarte entsprechender Angebote und Empfehlungen zur Durchführung erstellt. 


4.) Projektgruppe rheumatologische Forschung

Leiter: OA Dr. med. J Brandt

Die Aufgabe dieser Gruppe besteht in der Koordinierung und Förderung von rheumatologischen Forschungsprojekten am RZ Halle. Dazu gehört die Rekrutierung von Studenten für medizinische Promotionsarbeiten und die Förderung der Kooperation von Mitgliedern des RZ Halle zur Unterstützung einzelner Forschungsprojekte. 

IV. Kooperationsbeziehungen
Es ist das Ziel des Rheumazentrums Halle, seine Aktivitäten mit denen der anderen Rheumazentren in der Region, insbesondere mit dem Rheumazentrum Vogelsang, aber auch mit den Rheumazentren Leipzig und Jena zu koordinieren und Kooperationsbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen aufzubauen. 

Dazu gehören die Abstimmung bei Weiterbildungsveranstaltungen, insbesondere die Weitergabe von Terminen der Nachbarzentren an die eigenen Mitglieder, sowie die Unterstützung bei Forschungsvorhaben und klinischen Studien. 




 

 

Sprecher:
Prof. Dr. med. habil.
Gernot Keyßer


Sekretariat:
Frau Anja Ranneberg 


Anschrift:
Rheumazentrum Halle
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Klinik für Innere Medizin II
Ernst-Grube-Straße 40
06120 Halle (Saale)

Telefon: 03 45/557-19 96
Fax: 03 45/557-49 34

E-Mail: 
rheumazentrum(at)medizin.uni-halle.de