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Bösartige Tumoren

Auch Knochen kann der Ursprung bösartiger Tumore sein. Es handelt sich dabei um sehr seltene Erkrankungen.

Bösartige Tumoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie am Ort der Entstehung das umliegende Gewebe zerstören und in andere Organe, zum Beispiel in die Lunge, Metastasen absiedeln können.

Durch die Zerstörung des umliegenden Gewebes kann es bei Knochen- und Weichteiltumoren insbesondere dazu kommen, dass Knochen in ihrer Stabilität beeinträchtigt werden, die Muskelfunktion, zum Beispiel an Armen und Beinen gestört wird, und Nerven- oder Blutgefäße geschädigt werden. Als Konsequenz können dabei Schmerzen auftreten und die Funktion der Extremitäten beeinträchtigt werden. Im Bereich der Wirbelsäule und des Beckens bedeutet dies oft eine Stabilitätsgefährdung, die zu Knochenbrüchen führen kann oder bei einem Tumorwachstum in Richtung Rückenmark Lähmungen an Armen oder Beinen hervorrufen kann.

Aufgrund der unterschiedlichen Gewebe, aus denen das Muskelskelettsystem zusammengesetzt ist, unterscheidet man eine hohe Anzahl verschiedener bösartiger Tumoren, die beispielsweise vom Knorpelgewebe, vom Knochengewebe, vom Muskelgewebe, vom Nerven- oder zum Beispiel vom Bindegewebe ausgehen können.

Erst nach der exakten Feststellung der Art des Tumors, die grundsätzlich durch eine feingewebliche Untersuchung nach Entnahme von Tumorgewebe möglich ist, kann die für Sie optimale Behandlung festgelegt werden.

In aller Regel versucht man, den bösartigen Tumor komplett zu entfernen und eine Rekonstruktion zum Beispiel der betroffenen Extremität durchzuführen, um die Funktion zu erhalten.

 

 

 

Abbildung links: Beispiel einer Knochenrekonstruktion nach vollständiger Knochentumorentfernung am Oberschenkelknochen und des Kniegelenkes durch eine Spezialprothese, mit der die Funktion des Beines erhalten werden kann.

Die Prothese besitzt eine Wachstums-funktion, die über den auf dem Bild links abgebildeten Sensor gesteuert werden kann. So ist eine Rekonstruktion auch an noch wachsenden Extremitäten bei Kindern und Jugendlichen möglich.

 

 

Um die Heilungschancen deutlich zu verbessern wird in aller Regel zusätzlich eine Chemo- und Bestrahlungstherapie durchgeführt, wobei diese Behandlungen in aller Regel nach der Operation erfolgen. In speziellen Fällen ist es erforderlich, den Tumor durch eine Chemo- oder Bestrahlungstherapie vorzubehandeln, um ein besseres operatives Ergebnis zu erreichen. 

Wenn bei Ihnen die Diagnose eines bösartigen Tumors am Muskelskelettsystem gestellt wird, bedeutet das für Sie eine hohe psychische und aufgrund der oftmals erforderlichen komplexen Operation und der langwierigen Nachbehandlung durch eine Chemotherapie und die lebenslang durchzuführenden Kontrolluntersuchungen eine hohe physische Belastung. 

Wir werden für Sie nicht nur nach dem heutigen Stand der Wissenschaft optimale Behandlungsmöglichkeit Ihres Tumors bereithalten. Um möglichst eine Heilung zu erreichen, finden Sie auch psychologisch Unterstützung bei der Auseinandersetzung mit Ihrer Tumorerkrankung, und selbstverständlich werden wir eine wirksame Schmerztherapie durchführen. 

Um diese Ziele zu erreichen, werden an unserer Klinik alle bösartigen Tumorerkrankungen in einer speziellen Tumorkonferenz für Knochen- und Weichteiltumoren besprochen und durch die Diskussion mit den Fachkollegen, zum Beispiel aus den Bereichen Chemotherapie, Strahlentherapie, Radiologie und natürlich der operativen Behandlung, der beste Behandlungsweg gefunden. 

Während der stationären Behandlung, die in aller Regel für die operative Therapie und zumindest für den Beginn der Chemotherapie erforderlich sein wird, steht Ihnen unser Sozialdienst für alle Fragen, die im Zusammenhang mit einer langwierigen Krankschreibung, dem möglichem Verlust der Berufs- und Arbeitsfähigkeit sowie der Betreuung im häuslichen Milieu zusammenhängen, zur Verfügung.

 

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