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Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention tagt in Halle – Rolle der Allgemeinmediziner im Mittelpunkt


Vom 21. bis 23. Oktober 2016 findet in Halle (Saale) die Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention statt. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik unter Direktor Prof. Dr. Dan Rujescu durchgeführt. Das Thema der diesjährigen Tagung lautet „Suizidalität im Kontext hausärztlicher Betreuung“. Die Tagung richtet sich vor allem an Allgemeinmediziner, aber auch andere Fachärzte/innen sowie die interessierte Öffentlichkeit und findet in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Jägerberg 1, statt. Es werden namhafte Referentinnen und Referenten aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet. Die Eröffnung findet am Freitag, 21. Oktober 2016, um 12 Uhr. Dabei reden unter anderem die Vorsitzende der Fachgesellschaft, Dr. Barbara Schneider (Köln), und der Vorsitzende des Landespsychiatrieausschusses Sachsen-Anhalt, Dr. Bernd Langer. 

Die Mehrheit der Menschen, die einen Suizidversuch unternehmen, leiden an psychischen Erkrankungen. „Der Hausarzt ist häufig der erste Anlaufpunkt, wenn ein Patient oder deren Angehörige Veränderungen wahrnehmen, die auf psychische Erkrankungen hinweisen“, erklärt Prof. Rujescu. Es ist jedoch nach wie vor häufig, dass mögliche psychische Erkrankungen mit einhergehender Suizidalität nicht immer rechtzeitig erkannt und behandelt werden. „Die Tagung legt daher einen Fokus auf den hausärztlichen Umgang mit psychischen Erkrankungen und Suizidalität und ergründet Maßnahmen zur Verhütung suizidalen Verhaltens.“ Die Tagung widmet sich darüber hinaus den neusten Erkenntnissen über den Zusammenhang von seelischen Erkrankungen und dem Entstehen von Suizidalität; ebenso aber auch den Möglichkeiten zur Prävention suizidalen Verhaltens. 

Hintergrund: Die DGS ist eine interdisziplinäre Fachgesellschaft, in der u.a. Angehörige der Heilberufe, der Sozialwissenschaften, der Sozialpädagogik, ehrenamtlich Tätige und weitere Förderer der Suizidprävention zusammengeschlossen sind. Ziel und Aufgabe der DGS ist die Förderung praktischer und wissenschaftlicher Arbeit, um Suizidalität zu verstehen, Konzepte adäquater Hilfen zu erarbeiten und Suizide zu verhindern. Gleichzeitig soll durch Aufklärung der Öffentlichkeit eine höhere Sensibilität für Suizidrisiken erreicht werden, um der gesellschaftlichen Ausgrenzung des Phänomens Suizid zu begegnen. 

Die DGS betreibt keine eigenen Einrichtungen, sondern ist ein Dachverband für alle auf dem Gebiet der Krisenintervention und Suizidprävention tätigen Personen und Einrichtungen. Zielsetzung ist die Repräsentation, Information, Vernetzung und fachliche Förderung aller in diesem Bereich Tätigen.

Weitere Informationen unter www.suizidprophylaxe.de