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Stammzellspende: Ben sucht Helden!


Der dreijährige Ben aus Großkorbetha ist an einer chronischen Granulomatose erkrankt, einem seltenen Immundefekt. Er wird im Universitätsklinikum Halle (Saale) behandelt. Eine Stammzellspende ist seine einzige Überlebenschance. Die Diagnose hat das Leben der Familie völlig auf den Kopf gestellt. Um zu helfen, organisiert Bens Kita „Haus Sonnenschein“ gemeinsam mit Freunden der Familie und der DKMS eine Registrierungsaktion. Sie appellieren an die Menschen in der Region: „Kommt vorbei und lasst Euch registrieren. Jeder, der mitmacht, könnte ein Lebensretter für Ben oder einen anderen Patienten sein!“

Die Aktion findet statt am:
Sonntag, den 10. Juni 2018
von 11:00 bis 16:00 Uhr Sporthalle Großkorbetha
Stadionstr. 10
06688 Weißenfels

Die Registrierung geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mittels Wattestäbchen durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können.

Spender, die sich bereits in der Vergangenheit bei einer Aktion registrieren ließen, müssen nicht erneut mitmachen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.

Angefangen hat alles, als Ben zwei Jahre alt war. Als Ärzte Abszesse im Gesäßbereich untersuchten, fanden Sie Bakterien, woraufhin mehrere Operationen nötig wurden. Heilungsversuche schlugen trotz kurzzeitiger Besserung fehl, es wurde mit den Wochen immer schlimmer. Drei Mal täglich bekam Ben Antibiotika über Kanüle, die wiederum alle drei Tage neu gelegt werden mussten. Ben war in dieser schweren Zeit sehr tapfer. Nach weiteren Eingriffen wurden verschiedene Therapien ausprobiert bis nach längeren Krankenhausaufhalten im Dezember 2017 die Diagnose feststand: Ben leidet an einer septischen Granulomatose. Wirklich geheilt werden kann er nur, wenn für ihn ein passender Stammzellspender gefunden und Ben transplantiert wird.

Zur Abwehr von Bakterien und Pilzen muss er weiter täglich verschiedene Antibiotika zu sich nehmen. Bis auf kleinere Virusinfekte, die immer mal wieder vorkommen und ambulant behandelt werden, geht es Ben zwar im Moment gut. Doch die Gefahr vor Organschäden und weiteren, schlimmeren Wunden bleibt. „Als Mama ist es für mich unerträglich, ihn so leiden zu sehen“, sagt Bens Mutter. Und fügt hinzu: „Eigentlich ist mein Sohn ein Strahlemann, der wie jedes andere Kind gerne spielt, am liebsten mit seinen Autos.“

Für Bens Eltern und die Ärzte ist der Fall nun klar: Der Junge kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist.

Text: DKMS