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Famulatur: Fünf polnische Studierende zu Gast am Universitätsklinikum Halle (Saale)


Fünf polnische Medizin-Studierende der Medizinischen Universität Poznan beginnen am Montag, 1. September 2014, im Universitätsklinikum Halle (Saale) eine vierwöchige Famulatur. Diese ist Teil ihrer Ausbildung. Die Studierenden werden in verschiedenen Kliniken des Universitätsklinikums praktische Erfahrungen sammeln und darüber hinaus einen Deutsch-Kurs absolvieren. Professor Dr. Rolf-Edgar Silber, Beauftragter der Medizinischen Fakultät für die Zusammenarbeit Halle-Poznan, und Dekan Professor Dr. Michael Gekle begrüßen die angehenden Ärzte. Den polnischen Gästen steht ein Arzt als direkter Betreuer zur Verfügung. 

Zum zehnten Mal kommen polnische Studierende an das hallesche Universitätsklinikum. „Seit 2005 sind jedes Jahr mindestens fünf polnische Studierende nach Halle zur Famulatur in den verschiedensten klinischen Fächern und zur Teilnahme an herzchirurgischen Symposien gekommen. Insgesamt waren in dieser Zeit 59 polnische Medizinstudierende in Halle zu Gast. Sie haben ihren Aufenthalt genutzt, um sich in ihren Wahlfächern fortzubilden und die Kultur und das Leben in Deutschland kennen zu lernen. „Alle sind höchst zufrieden gewesen“, erklärt Professor Silber. „Es hat weiter dazu geführt, dass einige von ihnen in Halle promovieren und hier im Klinikum als Assistenzärzte beginnen wollen.“

Bereits 1975 initiierten der mittlerweile verstorbene Professor Dr. Dr. h. c. Jan Hasik aus Poznań und Professor Dr. Dr. h. c. Seige aus Halle die Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Universität "Karol Marcinkowski", Poznań (Polen) und der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Ziel dieser Kooperation war die Bündelung der wissenschaftlichen Ressourcen beider Einrichtungen. Seither treffen sich die Wissenschaftler alle zwei Jahre wechselseitig in Poznan und Halle, um Forschungsergebnisse auszutauschen. Halle ist im kommenden Jahr Gastgeber für das bilaterale Symposium Halle-Poznan – welches zum 26. Mal stattfindet. Die Vorbereitungen dafür leitet dann Prof. Dr. Stefan Plontke (Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde), der das Amt des Poznan-Beauftragten der Medizinischen Fakultät im kommenden Jahr von Prof. Silber übernimmt.