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HBO-Kammer: Behandlung der Patienten wieder gestartet


Seit Montag, 21. September 2015, werden in der HBO-Kammer des Universitätsklinikums Halle (Saale) wieder Patientinnen und Patienten behandelt, wie Dr. Carsten Pohl (Universitätsklinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin) berichtet. Es seien ein Hörsturz und eine Wundheilungsstörung behandelt worden. Die HBO-Kammer war im Sommer an den Hauptstandort Ernst-Grube-Str. umgezogen und ging nun nach den Einbauarbeiten und technischen Überprüfungen wieder in Betrieb.

Die hyperbare Oxygenierung (HBO) ist eine Therapieform, bei der medizinisch reiner Sauerstoff unter einem erhöhten Umgebungsdruck für bestimmte Zeiträume und Intervalle bei Patienten durch Einatmung zur Anwendung kommt. Die HBO-Kammer ist einmalig in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus (z.B. 24-Stunden-Betrieb) bekannt. Das UKH verfügt seit vielen Jahren eine hohe Expertise auf diesem Gebiet, die bundesweit gefragt ist. 2013 wurden z.B. Patienten aus 13 Bundesländern behandelt. Die HBO-Kammer kam in den vergangenen 14 Jahren bei etwa 1500 Patientinnen und Patienten zum Einsatz. Angewendet wird das Verfahren unter anderem bei Tauchunfällen, Kohlenmonoxidvergiftung und Gasbrand. Aber auch bei schlecht heilenden Wunden, bei Diabetes, akutem Hörverlust bei Tinnitus und refraktären Knochenentzündungen haben die Mediziner gute Erfahrungen gemacht.