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Patientenvorlesung: Neue Möglichkeiten in der Nuklearmedizin für Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom


Das Prostatakarzinom ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes in Deutschland. Jährlich erkranken etwa 60.000 Patienten daran. Nach der lokalen Therapie (Operation und/oder Bestrahlung) wird bei einem fortgeschrittenen Prostatakarzinom oft eine zusätzliche antihormonelle Therapie eingeleitet, die allerdings auch zu Resistenzen führen kann. Eine weitere ergänzende, zielgerichtete Therapieoption bei Patienten mit einem metastasierten Prostatakarzinom kann die PSMA-Therapie darstellen. Das PSMA (Prostata spezifisches Membranantigen) ist ein Eiweißkörper, der auf der Zelloberfläche von Prostatakarzinomzellen vermehrt vorhanden ist. Dies macht man sich in der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie dieser Tumore zunutze, indem man an einen Stoff, der an das PSMA bindet, ein radioaktives Nuklid koppelt. Die zielgerichtete, sehr nebenwirkungsarme Bestrahlung am Tumor soll das Krebswachstum hemmen und – wenn möglich – die Tumorzellen zerstören.

Im Rahmen der kostenlosen Patientenvorlesungsreihe des halleschen Universitätsklinikums, gemeinsam veranstaltet mit der Krankenkasse Novitas BKK, informiert Dr. Andreas Odparlik am Donnerstag, 30. März 2017, über die neue Behandlungsmethode. Dr. Odparlik leitet die Abteilung für Nuklearmedizin im Department für Strahlenmedizin des UKH. Die Veranstaltung startet um 17 Uhr im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude/Hörsaal. Der Referent informiert über die hochpräzise Bildgebung für die Suche nach Rezidiven, Ausbreitungsdiagnostik und Therapieplanung, über die punktgenaue Strahlentherapie von innen und die für diese Therapie geeignete Patientengruppe.

 

Hinweis: Aus organisatorischen Gründen (Kapazität des Hörsaals) bitten wir um Anmeldung unter 0800 65 66 900 (kostenfrei) oder auf www.novitas-bkk.de/kassentreffen.