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Filmreihe "eMERgency in Cinema": „Am Ende ein Fest“ steht auf dem Spielplan


Die Filmreihe "eMERgency in Cinema - Medizin, Ethik & Recht im Film" findet am Mittwoch, 7. Juni 2017 2017, um 18 Uhr eine Fortsetzung. Im LuchsKino wird der Film „Am Ende ein Fest“ gezeigt.

Ein Anruf von Gott. Er bittet die Bewohnerin einer Seniorenresidenz, ihre Behandlung fortzusetzen, es sei gerade kein Platz im Himmel frei. Der Anrufer heißt in Wahrheit Yehezkel, der mit seiner Frau Levana in einem Jerusalemer Seniorenheim wohnt und dort vor allem eines tut: tüfteln. Mit verschiedensten Erfindungen versucht er, das Leben der Bewohner zu verbessern. Als sein Freund Max an Krebs erkrankt, denkt er angesichts der Schmerzen und der Ausweglosigkeit der Situation seines Freundes darüber nach, auch ihm, der nicht mehr leben möchte, zu helfen. Das Problem: Er hat zwar Helfer, aber keiner will sich strafbar machen und selbst Hand anlegen. Also erfindet Yehezkel eine Selbsttötungsmaschine, die schon bald das Interesse anderer Bewohner weckt. 

Granits Film ist anfangs eine etwas verschrobene Komödie, macht aber in seinem Verlauf Platz für eine ruhigere und ernstere Behandlung seiner Themen. Was macht ein Leben lebenswert? Darf man über den eigenen Tod entscheiden? Dabei wird „Am Ende ein Fest" nie auf bedrückende Weise schwerfällig und liefert gerade dadurch ein lebensbejahendes Plädoyer, in dem der Tod seine Schrecken verliert. 

Als Experten konnte Prof. Dr. Hans Lilie gewonnen werden. Er ist Gründungsprofessor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsvergleichung und Medizinrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie Mitglied des dortigen Direktoriums des Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrums Medizin-Ethik-Recht. Er ist zudem Vorsitzender der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer.

Die Filmreihe bietet Gelegenheit, sich anhand der Darstellung verschiedener Themenfelder innerhalb von Spielfilmen, ethischen und rechtlichen Fragen zu widmen, die immer wieder eine wichtige Rolle in klinischer Praxis und medizinischer Forschung spielen. Betroffen davon sind nicht nur einzelne Patienten; medizinische Entwicklungen und die sich daraus ergebenden Kontexte im Zusammenspiel mit Ethik und Recht haben Einfluss auf unsere gesamte Gesellschaft. Insofern werden die im Spannungsfeld der drei Disziplinen aufgeworfenen Aspekte sehr kontrovers diskutiert. 

"eMERgency in Cinema" nimmt die Darstellung dieser Fragestellungen im Kontext der Medizin im Spielfilm in den Blick und spannt einen Bogen von ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen des Klonens, der Sterbehilfe, der Patient-Arzt-Beziehung und der Betreuung von Demenzpatienten bis hin zu historischen Hintergründen aktueller Debatten. Jeder Film wird durch eine kurze Einführung und eine anschließende Diskussion begleitet, für die Expert/Innen und Praktiker/Innen aus Medizin, Ethik und Recht gewonnen werden konnten.

Organisiert wird die Reihe durch das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin und dem Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrum Medizin‐Ethik‐Recht der Martin‐Luther‐Universität Halle‐Wittenberg sowie dem Verein meris e. V..

Weitere Termine:

21.6.2017, 18:00 Uhr      AM ENDE EINES VIEL ZU KURZEN TAGES mit Dr. med. Sabine Lettrari
 5.7.2017, 18:00 Uhr        NEBEL IM AUGUST mit PD Dr. Maike Rotzoll