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Nach 40 Jahren in der Universitätsmedizin: Professor Schubert ging in den Ruhestand

Professor Dr. Dr. Johannes Schubert, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie, ist nach mehr als 40-jähriger Tätigkeit in der halleschen Universitätsmedizin in den Ruhestand gegangenen. Fast 20 Jahre war er Direktor dieser Klinik, an der er seit 1969 beschäftigt war. Der heute 66-Jährige studierte von 1964 bis 1969 Zahnmedizin in Volgograd. Eine Promotion in der Zahnemdizin schloss er 1970 in Leipzig über das Thema „Experimentelle Gaumenspalten und der Einfluss von Strahlenschutzstoffen“ ab, die Promotion in der Medizin folgte 1980 über Lippenkarzinome. Bereits ein Jahr später schloss er die Habilitation über die medikamentöse Beeinflussung von experimentellen Gaumenspalten ab. Im selben Jahr wurde der Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurg zum Oberarzt der Klinik ernannt. 1986 übernahm er die Leitung der klinisch-operativen Abteilung der MKG-Klinik.


Nach der politischen Wende wurde Johannes Schubert 1993 zum Professor und Direktor der Klinik ernannt. Über acht Jahre hinweg (1993-2001) übernahm er die Funktion als Geschäftsführender Direktor des damaligen Zentrums für  Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Über all die Jahre als Klinikdirektor wirkte Professor Schubert zudem an der akademischen Selbstverwaltung der Fakultät mit, als Mitglied im Fakultätsrat und im Habilitationsausschuss sowie in verschiedenen Arbeitsgruppen.Seit 1998 ist er zudem Mitglied der Leopoldina. 

Besonders am Herzen lag ihm die Arbeit in den so genannten Entwicklungsländern. Über viele Jahre hinweg war er im Auftrag der Hilfsorganisation „Cleft Children“ in Indien im Einsatz und behandelte dort Kinder und Jugendliche mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten. Professor Schubert ist selbst über Jahrzehnte in der Spaltforschung aktiv und genoss internationales Ansehen. Neben der Behandlung der Patienten in Indien wirkte er an der dortigen Aus- und Weiterbildung der Ärzte mit.