Notfälle
Blutspende
Karriere
Presse
Forschung
Lehre
Patienten
Zuweiser

Verband Deutsche Nierenzentren zeichnete PD Dr. Seibert aus


Der Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e.V. hat Herrn Priv.-Doz. Dr. Eric Seibert als Preisträger 2017 ausgewählt. Seine Arbeit „Calf resistivity values in chronic kidney disease in a Caucasian population“, 2017 publiziert in der Zeitschrift „Nephron“, wird mit der „Sonderauszeichnung des Wissenschaftlichen Institutes für Nephrologie“ als herausragende Arbeit mit übergeordnetem wissenschaftlichem Interesse geehrt. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Gesellschaftsabends des Nephrologischen Jahresgesprächs 2017 in Mannheim durch den Vorsitzenden des Verbandes, Dr. Michael Daschner, statt.

 

Das Erreichen eines ausgeglichenen Volumenhaushalts ist ein wichtiges Ziel der Dialysebehandlung. Hierzu bedient man sich eines individuellen Optimalgewichtes, das klinisch geschätzt oder unter Zuhilfenahme technischer Methoden festgelegt wurde. Sowohl das Über- als auch das Unterschreiten des angestrebten neutralen Flüssigkeitszustandes haben kurz- und langfristig negative Folgen. Praktisch ist eine korrekte Festlegung oft schwierig, da zuverlässige Marker eines adäquaten Volumenstatus fehlen. "Wir sind an der Entwicklung eines neuen technischen Verfahrens zur Bioimpedanz-gestützten Messung des Flüssigkeitshaushaltes bei Dialysepatienten zur genaueren Festlegung des Optimalgewichtes beteiligt", sagt PD Seibert. Dies ist für die Patienten ein großer Vorteil. Hiermit können Symptome während der Dialyse wie z.B. Blutdruckabfälle und Muskelkrämpfe vermindert werden und akute Überwässerung mit Flüssigkeitsansammlung in der Lunge und in den Beinen vermieden werden. Somit ist eine bessere Steuerung der Dialyse und der täglichen Trinkmenge möglich. "Unsere neue Methode wurde bereits klinisch getestet und hat in Pilotstudien ihre Funktion und positive Wirksamkeit auf das Herz-Kreislauf-System bewiesen." Zur Zeit wird die Methode aus dem Prototypen-Stadium heraus weiterentwickelt und es wurden unter anderem neue Referenzbereiche in kaukasischen Populationen ermittelt.

Halle, 12. Dezember 2017