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Wissenschaftler treffen sich zum 27. „Bilateralen Symposium“ in Polen


Seit fast einem halben Jahrhundert besteht die Partnerschaft zwischen der Medizinischen Universität „Karol Marcinkowski“ in Poznań (Polen) und der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Ein Ereignis, das diese mit Leben füllt, ist das alle zwei Jahre wechselseitig stattfindende mittlerweile 27. „Bilaterale Symposium“. Das nächste Treffen ist in diesem Jahr vom 15. bis 17. Dezember 2017 im polnischen Poznań.

Bei der Veranstaltung treffen sich hallesche und polnische Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende. „Neben der wissenschaftlichen Kooperation zwischen den polnischen und deutschen Wissenschaftlern, ist ein besonderes Anliegen auch die Förderung des Kontaktes zwischen den jungen Medizinern“, sagt Prof. Dr. Stefan Plontke, der Poznań-Beauftragte der Medizinischen Fakultät Halle und Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie.

Aus Halle reisen 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, beispielsweise vom Institut für Anatomie und Zellbiologie, den Universitätskliniken und Polikliniken für Gynäkologie, Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Neurologie sowie der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, aber auch aus dem Department für Strahlenmedizin. Zudem sind Prof. Plontke sowie der Dekan Prof. Dr. Michael Gekle und der Prodekan für Forschung Prof. Dr. Dirk Vordermark Teil der Gruppe.

Neben einer kleineren Anzahl von Übersichtsreferaten beziehungsweise Vorlesungen zum Thema „Seltene Erkrankungen in der klinischen Praxis“ seien vor allem individuelle Besuche in Laboren und Treffen zwischen Forschungsgruppen geplant, um im direkten Kontakt mit Wissenschaftlern in Poznań Kooperationsmöglichkeiten zu eruieren, heißt es von den Organisatoren. Außerdem sei das Symposium neben der langen Tradition auch vor dem Hintergrund der Entwicklungen der Demokratien in einigen Ländern und den daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die akademische Freiheit wichtig.

Bereits 1975 initiierten die mittlerweile verstorbenen Mediziner Professor Dr. Dr. h. c. Jan Hasik aus Poznań und Professor Dr. Dr. h. c. Seige aus Halle die Zusammenarbeit zwischen. Ziel dieser Kooperation war die Bündelung der wissenschaftlichen Ressourcen beider Einrichtungen. Seither treffen sich die Wissenschaftler alle zwei Jahre wechselseitig in Poznań und Halle, um Forschungsergebnisse auszutauschen. Dabei steht jeweils ein Generalthema im Vordergrund.

Neben der offiziellen Kooperation der beiden Fakultäten entwickelte sich die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Kliniken beider Einrichtungen. Zudem führte die wissenschaftliche Kooperation auch zu freundschaftlichen Banden zwischen den polnischen und deutschen Forschern. Des Weiteren kommen seit mehreren Jahren Famulanten aus Polen nach Halle, um hier einen Teil ihrer Ausbildung zu absolvieren.