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Amtseinführung Chefarzt Dr. Jörn Rüssel in Merseburg - Kooperation mit Universitätsmedizin Halle


Bereits seit März dieses Jahres leitet der Onkologe Dr. Jörn Rüssel die Medizinische Klinik II am Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis. Dr. Rüssel war bisher am halleschen Universitätsklinikum tätig und wird der halleschen Universitätsmedizin weiterhin verbunden sein. Die feierliche Amtseinführung am Mittwoch, 1. November 2017, im Säulenhaus Merseburg findet gemeinsam mit der halleschen Universitätsmedizin statt. Als Redner werden u. a. die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen Anhalt und Aufsichtsratsvorsitzender des UKH und Landrat Frank Bannert erwartet. Aus Halle nehmen Prof. Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät und PD Dr. Thomas Klöss, Ärztlicher Direktor des UKH, sowie Vertreter der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin IV teil.

Die Merseburger Klinik umfasst die Schwerpunkte Hämatologie und Onkologie sowie die Palliativmedizin und verfügt über eine 28-Betten-Station eine Ambulanz und eine Tagesklinik. „Wir decken das komplette Spektrum der Hämatologie und Onkologie ab mit Ausnahme der Transplantationsmedizin", beschreibt Chefarzt Rüssel mit Verweis auf das Universitätsklinikum. Um das höchste medizinisch verfügbare Niveau zu erreichen, ist eine noch engere Vernetzung mit umgebenden Fachärzten und den besonderen Ressourcen des Universitätsklinikums in Halle im Bereich Patientenversorgung, Forschung und Lehre geplant.

Nun haben sich die hallesche Universitätsmedizin und  das CvBK zu einer Kooperation zusammengeschlossen, welche die lokalen Versorgungsstrukturen im Bereich Onkologie stärkt. Die beiden Onkologien in Halle und Merseburg bleiben in der organisatorischen Struktur selbständig, arbeiten aber bei der Behandlung der Patienten eng zusammen und tauschen sich fachlich aus. Darüber hinaus gibt es eine Zusammenarbeit im Bereich der Pathologie. 

Langfristiges Ziel ist der Aufbau eines onkologischen Zentrums, um Patienten aus der Region jederzeit moderne und zielgerichtete Therapien nach dem aktuellen Wissensstand anzubieten. Hierzu ist in einem ersten Schritt der Anschluss an das Krukenberg-Krebszentrum der Universitätsmedizin Halle erfolgt. Das bedeutet gemeinsame Tumorkonferenzen, Biobanken sowie die Versorgungsforschung. Damit werden Forschung – insbesondere der hallesche Forschungsschwerpunkt Molekulare Medizin der Signaltransduktion – und Lehre gestärkt.

Dr. Jörn Rüssel hat nach Abschluss des Studiums der Medizin seine Ausbildung zum Internisten, Hämatologen und Onkologen am UKH absolviert, war seit Anfang 2014 dort als Oberarzt und bis heute im Bereich der Forschung tätig. „Die Onkologie wird altersbedingt in den nächsten Jahren einen immer größeren Stellenwert einnehmen.“, schätzt Chefarzt Rüssel ein. „Die geriatrische Onkologie ist ein zunehmend wichtiger Zweig, auch wissenschaftlich betrachtet. Das CvBK und die Martin-Luther-Universität gehen daher mit der Einrichtung einer gemeinsamen Stiftungsprofessur für Geriatrie genau den richtigen Weg“, blickt Dr. Rüssel in die Zukunft.

Text: Bettina Lebek, Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis sowie UKH