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Leben vor oder mit Nierentransplantation – Betroffene treffen sich – Ministerpräsident besucht Veranstaltung


Es ist zur Tradition geworden, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nierentransplantationszentrums (NTZ) des Universitätsklinikums Halle (Saale) Patientinnen und Patienten sowie die interessierte Öffentlichkeit über aktuelle Themen aus dem Bereich Organspende und Transplantation informieren. Das diesjährige – mittlerweile 13. – Patiententreffen findet am Samstag, 11. November 2017, zwischen 9.30 und 13 Uhr im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude/Hörsaal, statt. Erwartet werden wieder bis zu 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Vielen von ihnen wurde bereits eine Niere transplantiert oder sie stehen auf der Warteliste. 

Diese Informationsveranstaltung für Patienten und Angehörige zum Thema Nierenerkrankungen und Nierentransplantation ist zu einem festen Bestandteil für alle Betroffenen und Interessierten geworden. Die Gäste erhalten Informationen über neue Aspekte zur Nierentransplantation. Organisiert wird die Veranstaltung durch die Universitätsklinik und Poliklinik für Urologie (Prof. Dr. Paolo Fornara) und die Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II (Prof. Dr. Matthias Girndt). Prof. Fornara erklärt: „Es ist uns eine Ehre, dass der Ministerpräsident unseres Bundeslandes, Dr. Reiner Haseloff, die Veranstaltung besucht und damit die Bedeutung des Themas Organspende unterstreicht.“ Der Ministerpräsident hatte bereits vor zwei Jahren auf dem Patiententreffen dazu aufgerufen, sich als Organspender registrieren zu lassen. 

Das Themenspektrum der Veranstaltung ist wie immer breit gefächert. Die Experten berichten über neue Entwicklungen im Bereich der Transplantationsmedizin und die Patienten erfahren Wissenswertes für den alltäglichen Umgang mit ihrer Erkrankung. „Ein Jahr nach der ersten roboterassistierten Nierenlebendtransplantation möchten wir über erste Ergebnisse unseres und anderer Transplantationzentren mit dieser Technik berichten“, sagt Professor Fornara. Ist es wirklich eine Verbesserung für die Operationstechnik und profitieren die Patienten davon? 

Was muss nach Transplantation beachtet werden? Was darf ich noch essen? Diese und andere Fragen wird Dr. Wolfgang Arns aus dem Klinikum Köln-Merheim beantworten, der über jahrelange Erfahrungen im Bereich der Transplantationsmedizin verfügt. Wie die Bundesärztekammer Richtlinien zur Organspende und Transplantationsmedizin erarbeitet, darüber berichtet Dr. Daniela Daute-Weiser (Geschäftsstelle Transplantationsmedizin der Bundesärztekammer). Birgit Lischke (Selbsthilfegruppe „Das 2. Leben – Nierenlebendspende e.V.“) informiert, wie eine Selbsthilfegruppe arbeitet und was sie leisten kann. Abschließend gibt Dr. Ulrich Pein (UKH) Einblicke hinter die Kulissen der Transplantationsambulanz, in der seit vielen Jahren die Patientinnen und Patienten des halleschen Nierentransplantationszentrums betreut werden. Dabei kann das Nierentransplantationszentrum des Universitätsklinikum Halle (Saale) seit seiner Gründung 1975 in der Zwischenzeit auf mehr als 2000 erfolgte Transplantationen zurückblicken. Diese Anzahl an Nierentransplantationen konnte im Sommer 2017erreicht werden und wird mit einem Festsymposium am 27. Januar 2018 in den Räumlichkeiten der Leopoldina begangen.