Notfälle
Blutspende
Karriere
Presse
Forschung
Lehre
Patienten
Zuweiser

10. Geriatrietag am UKH: Jubiläumsveranstaltung unter den Motto „Altern und Sinne“


Der Geriatrietag am halleschen Universitätsklinikum feiert ein kleines Jubiläum: Am Freitag, 17. November 2017, findet er zum 10. Mal statt. Dabei hat sich ein besonderer Ehrengast angesagt. Die Veranstaltung findet im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude, statt. Erwartet werden etwa 200 Gäste und Referenten aus dem gesamten Land Sachsen-Anhalt, darunter Haus- und Fachärzte, Krankenhausärzte, Mitarbeiter der ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen/-dienste, Physio- und Ergotherapeuten sowie Ernährungsexperten, Selbsthilfegruppen und ehrenamtlich Tätige. „Gemeinsam möchten das Universitätsklinikum und die Medizinische Fakultät die Chance nutzen, die vielfältigen Aktivitäten in Forschung, Lehre und Krankenversorgung hinsichtlich der Medizin des alten/geriatrischen Patienten zu präsentieren“, sagt Dr. Rüdiger Neef. Der Alterstraumatologe organisiert mit dem multiprofessionellen Team der Alternsmedizin des UKH den Geriatrietag seit der ersten Veranstaltung.

Dr. Neef: „Als wir vor fünf Jahren erstmals zu einem Geriatrietag am UKH eingeladen haben, erreichte der Begriff des demographischen Wandels gerade erst die Medien und auch jenseits der Fachkreise die breite Öffentlichkeit.“ In Mitteldeutschland und vor allem in Sachsen-Anhalt ist es unverkennbar, dass die Menschen in unserer unmittelbaren Nähe und somit auch unsere Patienten deutlich älter werden. Nunmehr ist die demographische Welle spürbar angekommen und sie steigt weiter. Auf dem Programm der diesjährigen Veranstaltung stehen drei große Themenkomplexe: Hörminderung im Alter, Sehminderung im Alter und die stimulierende Pflege des geriatrischen Patienten. Außerdem können die Gäste einen Geriatrieparcours absolvieren.

Aber was ist in diesen wenigen Jahren geschehen? Hat das Wissen über die eingetretenen und zukünftigen Veränderungen etwas bewirkt? Sind wir heute besser auf die Herausforderungen der Demographie vorbereitet? Ja, es hat sich etwas verändert und bewegt. Und nein, wir müssen die Anstrengungen fortsetzen, den eingeschlagenen Weg weiter gehen, mehr Menschen überzeugen und weiter an den strukturellen Voraussetzungen arbeiten, die notwendig sind, um dem Bedarf unserer Hochbetagten gerecht zu werden, heute und in den folgenden Jahrzenten, in ganzer Breite und nicht nur mit „Vorzeigeinseln“. Aber mit Insellösungen fängt es vielfach an und regionale Netzwerke bieten die Chance, die spezifischen Ressourcen vor Ort auf die lokalen Bedürfnisse abzustimmen. „Heute und in Zukunft möchten wir mit den Geriatrietagen am Universitätsklinikum Halle (Saale) eine Plattform anbieten, an der alle mit der Betreuung geriatrischer Patienten beschäftigten Berufsgruppen aktiv mitarbeiten und ein geriatrisches Netzwerk für unser Bundesland aufbauen können“, sagt der Arzt.