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Hallesche Uni-Urologen setzen auf neue Operationstechnik in der Laparoskopie


Also Vorteile dieser Operationstechnik sieht Oberarzt Dr. Francesco Greco die geringeren Wundschmerzen, da weniger Schnitte notwendig sind. "Die kosmetischen Ergebnisse sind zudem hervorragend." Denn der Hautschnitt erfolgt in der Tiefe des Bauchnabels und hinterlässt keine äußerlich sichtbare Narbe. Damit werde die OP-Technik auch für jüngere Patienten interessant, aber auch Risikopatienten ließen sich so einfacher operieren. Für viele Patienten sei der kosmetische Faktor ein wichtiger Entscheidungsgrund, eine Operation durchführen zu lassen. Der Nabel ist der einfachste Zugang zur Bauchhöhle. Voraussetzung für den Einsatz der Ein-Loch-Technik war jedoch die Entwicklung eines besonderen Instrumentariums - beispielsweise abwinkelbare, gebogene und rotierende Instrumente, um den beengten Verhältnissen bei nur einem Zugang in die Bauchhöhle Rechnung tragen zu können. "Der Operateur muss außerdem über die notwendige Fingerfertigkeit verfügen", sagt Professor Fornara. Die "Ein-Loch-Chirurgie ist technisch deutlich anspruchsvoller als die herkömmlichen Methoden." Einsatzmöglichkeiten in der Urologie bestünden neben der Nieren-Entfernung beispielsweise bei der Blasenentfernung oder bei Eingriffen an der Prostata. "Je minimal invasiver ein Eingriff durchgeführt werden kann, desto schonender ist dies für den Patienten", sagt der Urologie. Allerdings gibt es noch keine randomisierten Studien, welche die Vorteile wie weniger postoperative Schmerzen, geringerer Blutverlust, kürzere Liegezeiten und schnellere Erholung der Patienten wissenschaftlich fundieren würden. Bei schwerem Übergewicht kann die SILS-Technik nicht eingesetzt werden, ebenso bei Patienten mit schweren entzündlichen Prozessen. Halle, 21. Dezember 2010