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Nationale Kohorte: Studienzentrum lädt zum zweiten Mal zum Tag der offenen Tür am 27. Juni 2015 ein


„Gemeinsam forschen für eine gesündere Zukunft“ – das ist das Motto der Nationalen Kohorte (NAKO). Über einen Zeitraum von 20 Jahren werden bundesweit 200.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 20 und 69 Jahren in 18 Studienzentren medizinisch untersucht und zu ihren Lebensgewohnheiten und ihrem sozialen Umfeld befragt. Ziel ist es, Ursachen und Risikofaktoren für die wichtigsten Volkskrankheiten genauer zu erforschen. Das sind unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes, Demenz und Depressionen. Seit Mai 2014 erhalten zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger aus Halle ihre Einladung zur Teilnahme.  Am Samstag, dem 27. Juni 2015, öffnet das Studienzentrum in Halle, Magdeburger Str. 16 (ehemalige Chirurgie) seine Türen zum 2. Tag der offenen Tür für interessierte Bürgerinnen und Bürger. Zwischen 11 und 16 Uhr können sich die Besucher über die Untersuchungen der Nationalen Kohorte informieren, aber auch selbst den einen oder anderen Test machen. Handkraftmessung, 3D-Bodyscanner, Messung der Körperzusammensetzung stehen beispielsweise auf dem Programm. Auch für Kinder wird es Stationen geben, an denen experimentiert und getestet werden kann. Außerdem können die Besucher einen Informationsfilm sehen, in dem der hallesche Zehnkampfstar Rico Freimuth für die Teilnahme an der Studie wirbt. 

Die NAKO befasst sich intensiv mit der Frage: Wie bleiben wir gesund und was macht uns krank. Die Wissenschaftler der NAKO wollen untersuchen,  wie Krankheiten früher erkannt und besser vorhergesagt werden können. Langfristiges Ziel ist auch die verbesserte Prävention von Volkskrankheiten. 

Im Studienzentrum in Halle läuft die Studie nun schon seit einem Jahr erfolgreich. Im Mai konnte die 1.000ste Teilnehmerin begrüßt werden, aktuell sind ca. 1.300 Teilnehmer schon untersucht worden. Bis 2018 sollen insgesamt 10.000 Bürgerinnen und Bürger aus Halle und dem Saalekreis an der Studie teilnehmen. Das Untersuchungsprogramm dauert zwischen 3  und 6 Stunden und beinhaltet neben den Befragungen zur Lebensweise und zu Vorerkrankungen auch eine Reihe an medizinischen Untersuchungen. So werden zum Beispiel Größe, Gewicht, Körperzusammensetzung, Handgreifkraft, körperliche Aktivität, Zuckerstoffwechsel, Blutdruck und die Lungenfunktion gemessen. Im Labor werden verschiedene Blutwerte ermittelt. Ein zufällig ausgewählter Teil der Teilnehmer wird weitergehend medizinisch untersucht, u.a. finden ein Fitnesstest, eine Herzultraschalluntersuchung, ein Augentest, ein Geruchstest und ein Hörtest statt. Über die Untersuchungsergebnisse werden die Teilnehmer, wenn gewünscht, informiert. Nach vier Jahren erfolgt eine zweite Untersuchung.