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Als einzige in Sachsen-Anhalt: Sterilgut-Aufbereitung des UKH erfüllt erneut höchste Anforderungen


Eine Operation oder einen endoskopischen Eingriff ohne steriles OP-Besteck oder Instrumente vorzunehmen ist undenkbar. Damit den Operateuren immer keimfreie Instrumente zur Verfügung stehen, dafür sorgt die Zentrale Sterilgutversorgung (ZSVA) am Universitätsklinikum Halle (Saale). Die ZSVA ist die einzige Krankenhaus-Sterilisationsabteilung in Sachsen-Anhalt, welche die höchsten Qualitätsansprüche erfüllt. „Wir sind stolz darauf, dass wir nach den Normen EN ISO 9001, EN ISO 13485 und der KRINKO Empfehlung für die Aufbereitung aller Mehrweg-Medizinprodukte von Klassifizierung „unkritisch“ bis „kritisch C“ zertifiziert worden sind“, sagt Judith Weilepp, Leiterin der Zentralen Sterilgutversorgung. Seit mehr als zehn Jahren unterzieht sich die Abteilung der kritischen, externen Qualitätskontrolle zur Überprüfung und Bewertung der Medizinprodukteaufbereitung im Gesundheitswesen. Diese erneute Kontrolle hat die ZSVA wieder erfolgreich absolviert und hat das entsprechende Zertifikat gerade erhalten.

Das Team von Judith Weilepp aus 43 ausgebildeten Mitarbeitern bereitet im Mehrschichtsystem die Instrumente des Universitätsklinikums auf. Judith Weilepp: „Aber auch 18 Krankenhäuser und Praxen aus Sachsen-Anhalt und Thüringen vertrauen darauf, dass wir gute Arbeit zum Wohle der Patientensicherheit und Vermeidung von Krankenhausinfektionen leisten.“ An allen Tagen des Jahres werden die hochwertigen Instrumentarien durch unterschiedliche Prozesse aufbereitet. Besonders hohen Stellenwert nimmt die Sterilisierung der thermolabilen mit „kritisch C“ eingestuften Medizinprodukte wie Endoskope der Urologie ein. „Wir halten hier die strengsten, durch den Gesetzgeber vorgegebenen Hygienerichtlinien ein.“

Der gesamte Aufbereitungsprozess von Annahme bis zur Ausgabe der Instrumente ist EDV-Überwacht und nachvollziehbar dokumentiert. „Wir passen unsere Prozesse dabei laufend an die sich ändernden Hygiene- und Sicherheitsnormen an.“ Die Aufgaben der Mitarbeiter sind dabei vielfältig: sie reinigen und desinfizieren die OP-Instrumente, pflegen diese und führen eine Funktionsüberprüfung durch. Defekte Instrumente werden aussortiert. Außerdem stellen sie die OP-Sets nach den Anforderungen der Operateure zusammen, die je nach Eingriff sehr spezifisch sind und einen variablen Umfang haben. Die OP-Sets können bis zu 100 Instrumente umfassen.

Seit Jahren legt das Universitätsklinikum besonderen Wert auf gut ausgebildetes Personal. Alle Mitarbeiter der ZSVA haben einen Abschluss als Sterilisationsassistent und 85 Prozent der Kollegen/innen können den Abschluss des Fachkundekurses II für Sterilisationsassistenten vorweisen was nicht nur in Sachsen-Anhalt, sondern in ganz Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal ist. Die Mitarbeiter können auf unterschiedlichste Reinigungsautomaten, Desinfektionsanlagen und Sterilisatoren zurückgreifen. „Je nach Anforderung der unterschiedlichen Instrumente können verschiedene technische Geräte eingesetzt werden.“