Notfälle
Blutspende
Karriere
Presse
Forschung
Lehre
Patienten
Zuweiser

Europaweite Kampagne zur Aufklärung über Kopf- und Hals-Tumore – Unimedizin Halle nimmt an Patiententag teil


Die Europäische Kopf-Hals-Gesellschaft (EHNS) hat sich um Ziel gesetzt, die Bevölkerung über Kopf-Hals-Krebs aufzuklären und für die Erkrankung zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt der diesjährigen Aktionswoche steht der Mittwoch, 20. September 2017. Patienten, Angehörige und Interessierte sind eingeladen, sich bei deutschlandweiten Patiententagen über die Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten von Kopf-Hals-Tumoren zu informieren. Im Halleschen Universitätsklinikum informieren zwischen 16 und 17.30 Uhr Hals-, Nasen- und Ohrenärzte, Strahlentherapeuten sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen in kurzen Vorträgen über die Ursachen, Therapie und Vorbeugung dieser Tumore. Die Veranstaltung ist kostenlos und findet im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude, Hörsaal, statt.

Kopf-Hals-Tumore machen fünf Prozent aller Krebserkrankungen weltweit aus. Aufgrund der unspezifischen Symptome gehen Patienten oftmals sehr spät zum Arzt und der Tumor befindet sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, erklärt die Europäische Kopf-Hals-Gesellschaft. Rechtzeitige Diagnose und Überweisung zum HNO-/MKG-Facharzt erhöhen aber die Heilungschancen eines Patienten. Mehr als 90 Prozent der Kopf-Hals-Tumore entstehen in den Zellen der Schleimhaut von Mundhöhle, Zunge, Rachen und Kehlkopf. Weltweit zeigt sich in den letzten zehn Jahren ein deutlicher Anstieg von Kopf-Hals-Tumoren, besonders auch bei Frauen.

Obwohl Männer zwei bis dreimal häufiger an Kopf-Hals-Tumoren erkranken als Frauen, ist auch bei Frauen die Tendenz steigend. Kopf-Hals-Tumore findet man am häufigsten bei über 40-Jährigen, aber auch bei Jüngeren steigt die Wahrscheinlichkeit, an dieser Krebsform zu erkranken. Rauchen, Alkoholgenuss sowie bestimmte HP-Viren gelten als Risikofaktoren.