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Frauengesundheit in Entwicklungsländern


Etwa 200 Teilnehmer, unter anderem aus Deutschland, Südafrika, Uganda, Äthiopien und Malaysia, werden zur 12. FIDE-Tagung erwartet. Besonders interessant wird der Besuch des Präsidenten der äthiopischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Mit Äthiopien gibt es seit diesem Jahr eine Partnerschaft der Fachgesellschaften zur Verbesserung der Müttergesundheit im Rahmen einer weltweiten Initiative "Safe motherhood" von WHO, Unicef und anderen Organisationen. Die FIDE-Veranstaltung wird vom Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg organisiert. FIDE-Vorsitzende ist Dr. med. Eva Ulbrich, Ärztin an der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie: "Es ist besonders wichtig, dass es dieses Forum gibt, um die Öffentlichkeit auf die weltweiten Probleme in der Frauengesundheit aufmerksam zu machen." Ein besonderer Schwerpunkt liegt daher in diesem Jahr neben der Aus- und Weiterbildung auf der HIV/AIDS-Pandemie in Entwicklungsländern. Die Infektionsrate im südlichen Afrika beträgt derzeit zwischen 25 und 35 Prozent. "Ein 15-Jähriger in Botswana hat ein 70-prozentiges Risiko, sich im Laufe seines Lebens mit HIV zu infizieren", stellt Dr. Ulbrich fest.

Die Arbeitsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Ärzten und weiteren Berufsgruppen wie Hebammen, Krankenpflegende, Ethnologen und Soziologen, die über berufliche Erfahrungen im Bereich Gynäkologie und Geburtshilfe unter einfachen Bedingungen verfügen und/oder deren wissenschaftliche und klinische Tätigkeit auf dem Gebiet der Frauengesundheit in der Entwicklungszusammenarbeit liegt. Dr. Ulbrich hat bereits während ihres Studiums in Botswana, Südafrika und Äthiopien gearbeitet.

In Vorträgen, Seminaren, Videopräsentationen und Diskussionen werden Themen wie HIV/AIDS, operative Gynäkologie und Geburtshilfe, gynäkologische Infektionenund epidemiologische Themen behandelt. Hierbei wird besonderer Wert auf eine integrierte Betrachtungsweise gelegt, die Aspekte der Frauengesundheit in Entwicklungs- und Industrieländern in Beziehung zueinander setzt. Praktische Kurse etwa auf dem Gebiet Ultraschall vervollständigen das Angebot. Außerdem berichten FIDE-Mitglieder über ihre Arbeit in Entwicklungsländern.

Für interessierte Ärzte, Pflegende, Studenten und Hebammen besteht weiterhin die Möglichkeit zur Anmeldung. Informationen unter www.unifrauenklinik-halle.e oder www.ag-fide.de