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Neubau der Station "Rennert" wurde eingeweiht


Mit den beiden Bauabschnitten (Stationen "Rennert" und "Kleist") werden moderne, akute psychiatrische Stationen für Patienten mit psychotischen Störungen und anderen akuten Psychosyndromen nach modernsten Psychiatriekrankenhausanforderungen geschaffen. Es werden Patienten betreut, die oftmals schutzbedürftig sind. Der Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Professor Dr. med., Dr. h.c., Andreas Marneros, betont: "Wir haben hier keine geschlossen Station, sondern nur eine geschützte." Schon Ende des 19. Jahrhunderts wussten Hallenser Ärzte, dass die Umgebung wesentlichen Einfluss auf die Heilung psychisch kranker und labiler Menschen hat: sie bauten die damalige Nervenklinik absichtsvoll in Pavillonform mit Sanatoriumscharakter. "Das Gelände an der Julius-Kühn-Strasse hat einen besonderen Charakter, den es zu erhalten gilt", sagt Professor Andreas Marneros und verweist auf den Neubau, der sich in das historische Ensemble einfügt und dennoch einen Akzent setzt. "Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Patienten durch den Neubau eine angenehme, ansprechende und milieutherapeutisch wirkende Umgebung anbieten können." Ein Prinzip der Klinik sei, durch Architektur und Gestaltung psychisch kranken Menschen,die in schweren Stunden ihres Lebens Zuflucht und Hilfe suchen, das Gefühl der Würde, der Geborgenheit und des Vertrauens zu geben. Die stationäre Umgebung diene als Komplettierung effektiver moderner Therapiemethoden.Das Land Sachsen-Anhalt und der Bund werden im Rahmen des Hochschulbauförderungsgesetztes (HBFG) etwa 3,68 Millionen Euro in das Gesamtvorhaben des Neubaus der Stationen Rennert und Kleist investieren und sich an den Kosten etwa je zur Hälfte beteiligen. In den Neubau der Station "Rennert" inklusive Erstausstattung flossen 1,86 Millionen Euro. "Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich besonders in seinem Umgang mit psychisch Kranken", erklärt Minister Prof. Jan-Hendrik Olbertz. Daher habe sich das Land für den Neubau der beiden Stationen engagiert.
Hintergrund Helmut Rennert (1920-1994) war neben Karl Leonhard der bedeutendste Vertreter der DDR-Psychiatrie. Nachdem er nach 1957 kommissarischer Direktor der Klinik für Neurologie und Psychiatrie in Jena war, übernahm er 1958 den Lehrstuhl in Halle, den er bis zu seiner Emeritierung 1984 auch inne behielt. Die Witwe von Helmut Rennert, Hella Rennert, nahm an der Einweihung des Neubaus teil. Foto: Minister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Hella Rennert und Prof. Dr. Andreas Marneros nehmen die Einweihung der neuen Station vor. (Foto: Kaltwaßer)