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Augenhornhaut-Bank des Universitätsklinikums feiert den 15. Geburtstag – Etwa 3000 Patienten geholfen


Die Augenhornhaut-Bank des Universitätsklinikums Halle (Saale) feiert am 1. April ihren 15. Geburtstag. Sie ist die einzige Hornhautbank Mitteldeutschlands und hat seit dem 1. 4. 1998 dafür gesorgt, dass fast 3000 Patienten ein Transplantat erhalten haben. Die Augenhornhäute werden über eine zentrale, deutschlandweite Warteliste an andere transplantierende Einrichtungen abgegeben und in ganz Deutschland transplantiert. Auch die hallesche Universitätsklinik und Poliklinik profitiert von der Arbeit der Augenhornhaut-Bank, welche von Oberarzt Dr. Timm Bredehorn-Mayr geleitet wird und fünf Mitarbeiter/innen hat. Die Hornhautbank kooperiert seit mehr als zehn Jahren mit der DGFG (Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation). Zwei Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Augenhorn-Hautspende.

In der halleschen Hornhautbank werden jährlich etwa 300 Hornhäute aufbereitet, davon transplantiert die Klinik etwa 200. In Deutschland werden jährlich 4.000 bis 5.000 Augenhornhäute verpflanzt. Der Bedarf an Transplantaten ist deutlich höher. Eine Transplantation benötigen Patienten, deren Hornhaut sich krankhaft verändert hat oder schwer verletzt wurde und anschließend vernarbte. Eine erfolgreiche Transplantation kann das Sehvermögen wiederherstellen oder gar vor einer Erblindung schützen.

Das Be- und Verarbeiten, Lagern und Konservieren der Augenhornhäute durch die hallesche Augenhornhaut-Bank ist durch das Landesverwaltungsamt des Landes Sachsen-Anhalt sowie durch das Paul-Ehrlich-Institut genehmigt worden.  Dabei wurden zahlreiche Qualitätskriterien geprüft.