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Nierentransplantation: 9. Patiententreffen informiert über Leben nach Nierentransplantation und Lebendspende


Es ist zur Tradition geworden, dass die Mitarbeiter des Nierentransplantationszentrums des Universitätsklinikums Halle (Saale) Patientinnen und Patienten sowie die interessierte Öffentlichkeit über aktuelle Themen aus dem Bereich Organspende informieren. Das mittlerweile 9. Patiententreffen unter dem Motto „Leben nach Nierentransplantation und Lebendspende“ findet am Samstag, 14. Dezember 2013, zwischen 9 und 13 Uhr im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude/Hörsaal, statt. Organisiert wird die Veranstaltung durch die Universitätsklinik und Poliklinik für Urologie (Prof. Dr. Paolo Fornara) und die Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II (Prof. Dr. Mathias Girndt). Erwartet werden wieder    zwischen 200 bis 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die entweder bereits transplantiert worden sind oder auf der Warteliste stehen.

„In diesem Jahr möchten wir uns dem Thema „Wie geht es dem Patienten nach einer Nierentransplantation?“ widmen“, sagt Professor Dr. Paolo Fornara. Dies sei für alle transplantierten Patienten von großer Bedeutung. Besonders die Frage, was man selbst tun könne, um Infektionen oder Tumoren vorzubeugen, spiele eine wichtige Rolle.

Weiterer Schwerpunkt soll in diesem Jahr das Thema  Lebendspende sein. „Was hat sich für die Lebendspender im Hinblick auf die gesetzliche Absicherung gebessert. Wie sind die Langzeitergebnisse nach blutgruppeninkompatibler Lebendspende und warum gewinnt  die Lebendspende immer mehr an Bedeutung?“: Diesen Fragen soll auf dem Patiententreffen nachgegangen werden.

Das Nierentransplantations-Zentrum des Landes Sachsen-Anhalt ist Teil der urologischen Universitätsklinik in Halle. Seit der Gründung 1974 wurden mehr als 1700 Nieren transplantiert. Noch immer gibt es zu wenig Spenderorgane, um allen chronisch Nierenkranken rechtzeitig helfen zu können. Die Lebendspende kann eine rettende Möglichkeit sein: In der Regel sind es Blutsverwandte, aber auch Ehepartner oder andere Nahestehende, die ihrem Angehörigen eine ihrer beiden gesunden Nieren schenken. 

Prof. Fornara: „Seitdem wir in Halle (2004) die Entnahme der Spenderniere mittels Schlüsselloch-Chirurgie, das heißt ohne Bauchschnitt, durchführen, nutzen immer mehr Betroffene diese Option.“ Im Jahr 2008 konnte die Klinik erstmals eine blutgruppenungleiche Lebendspende durchführen. Das Nierentransplantationszentrum hat damit eine besondere Expertise auf dem Gebiet der Lebendspende.

2013 waren exakt 1/3 (33,3 %) aller durchgeführten Nierentrans­plantationen Lebendspenden.

Themen der Vorträge:

- Wie kann man Tumore vermeiden, wie sind  Tumore nach Nierentransplantation zu behandeln?
- Vermeidung von Infektionen
- Langzeitergebnisse nach blutgruppeninkompatibler Lebendspende
- Neue gesetzliche Änderungen – Was hat sich für die Lebendspender gebessert?
- Sport nach Transplantation