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Auszeichnung für hallesche Andrologie-Wissenschaftlerin


Dipl.-Biochem. Maria Giebler vom Zentrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie des Universitätsklinikums Halle/Saale (Direktor: Prof. Dr. Hermann M. Behre) wurde von der Deutschen Gesellschaft für Andrologie das diesjährige Forschungsstipendium in Höhe von 10.000 Euro verliehen. Die Urkunde für den höchsten Forschungspreis der DGA wurde im Rahmen des 5. DVR-Kongresses vom 4.-7.12.2013 in Münster überreicht. Die Ausschreibung für das Stipendium stand unter dem Titel "Andrologie und Männergesundheit - Ursachen von Infertilität und hormoneller Störungen des Mannes".

Maria Giebler forscht seit zwei Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie zur Thematik Molekulare Mechanismen männlicher Infertilität. Das nun ausgezeichnete Projekt beschäftigt sich mit der Rolle der Piwi-like Gene bei der männlichen Keimzellbildung. Diese Proteinfamilie, die bei der Signaltransduktion während der Spermienbildung bei Fruchtfliege und Maus eine wichtige Rolle spielt, ist beim Menschen kaum untersucht. Frau Giebler plant in der Zellkultur die Wirkung von reproduktiven Hormonen auf die Expressionsinduktion der Piwi-like Gene zu ermitteln, an Schnitten von humanen Testes die Verteilung der Piwi-like Gene zu beforschen und schließlich an ejakulierten Spermien die Expression der Piwi-like Gene in Bezug auf die Spermienvariablen sowie die Fruchtbarkeit der Probanden zu untersuchen. Mit ihrem Projekt möchte Frau Giebler Grundlagenwissen zu Mechanismen und Regulationen der Piwi-like Gene bei der männlichen Keimzellbildung schaffen sowie eventuell neue Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit identifizieren. Die Vorarbeiten für das Forschungsprojekt wurden durch das Wilhelm-Roux-Programm der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gefördert.

Halle, 20.12.2013