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Häufige Fragen zur Grippe - Informationen des UKH


Die Grippezeit ist derzeit in vollem Gange und wird auch noch eine Weile anhalten. Der Leiter des Sachgebietes Infektiologie am Universitätsklinikum Halle (Saale), Dr. Stefan Moritz, erklärt daher die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit der Erkrankung.

Wie erkenne ich eine richtige Grippe?

Zunächst muss man sagen, dass es verschiedene Verlaufsformen gibt und die Symptome nicht immer besonders ausgeprägt sein müssen. Wenn man aber ganz plötzlich Fieber und Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen, trockenen Husten oder Halsschmerzen hat, ist momentan die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass es eine echte Grippe sein könnte und keine einfache Erkältung. Den Verdacht kann, falls notwendig, die Hausärztin oder der Hausarzt beispielsweise mittels Nasenabstrich klären. Mit einer Grippe sollte man in jedem Fall zuhause bleiben und sich auskurieren. Man ist bis zu 7 Tage ansteckend, das ist insbesondere für andere Menschen mit einem schwachen Immunsystem gefährlich. Das sollte man bedenken und seine Mitmenschen daher schützen. 

Reicht denn häufiges Händewaschen oder wie kann ich mich sonst noch vor einer Ansteckung schützen?

Die Hände sind neben der Tröpfcheninfektion der Übertragungsweg schlechthin für Erkältungskrankheiten und Grippe. Daher sollte man sich aktuell tatsächlich häufiger am Tag gründlich mit Seife die Hände waschen und das Händeschütteln zur Begrüßung oder zum Abschied weglassen. Auch sollte man einen gewissen Abstand zum Gegenüber wahren, etwa zwei Meter, um das Risiko zu minimieren, sich mittels Tröpfcheninfektion anzustecken. Das Niesen und Husten in die Armbeuge ist ebenfalls ein Weg, die Krankheitskeime – in dem Fall Viren – nicht an den Händen zu haben oder per Tröpfcheninfektion zu verteilen.  

Lohnt es sich auch jetzt noch, sich impfen zu lassen und schützt das zu 100 Prozent vor einer Erkrankung?

Man kann sich auch jetzt noch gegen Grippe impfen lassen. Der vollständige Impfschutz hat sich nach etwa 14 Tagen aufgebaut. Gerade für Menschen, die im medizinischen Bereich oder in der Altenpflege arbeiten sowie für Personen ab 60 Jahren und jene mit bestehenden chronischen Grunderkrankungen, ist es anzuraten, sich impfen zu lassen. Natürlich schützt eine Impfung nicht zu 100 Prozent davor, an Grippe zu erkranken, aber: Sollte man sie dennoch bekommen, wird diese sehr wahrscheinlich deutlich milder verlaufen als ohne Impfung. Man darf einfach nicht vergessen, dass eine richtige Grippe potentiell tödlich verlaufen kann. Auch in dieser Grippesaison gab es in Sachsen-Anhalt bereits Todesfälle. 

Wo kann ich mich informieren, an wen kann ich mich wenden?

 Der erste Ansprechpartner ist die Hausärztin oder der Hausarzt. Sei es für die Impfung oder im Fall der Erkrankung. Vor allem Kinder, Schwangere und ältere Menschen sollten sich beim Hausarzt vorstellen. Menschen mit schwachem Immunsystem oder chronischen Erkrankungen, wie Herz- und Lungenerkrankungen, sind besonders gefährdet. Im akut bedrohlichen Fall kann zudem der Bereitschaftsdienst unter Telefon 116 117 kontaktiert werden. Weitere, umfangreiche Informationen rund um die Grippe kann man des Weiteren im Internet auf den Seiten des Robert-Koch-Institutes nachlesen, beispielsweise hier: 

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Influenza_saisonal.html#doc2382022bodyText7

 

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