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Drang- und Stressinkontinenz bei Frauen – Kein Tabuthema! – Vorlesung für Betroffene und Interessierte


Viele Frauen kennen das Problem: Sie niesen, husten oder lachen – und verlieren dabei Urin. Aus Scham schweigen die meisten Betroffenen, obwohl in Deutschland jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens von Blasenschwäche und Harninkontinenz betroffen ist. Ursachen können Schwangerschaft, Übergewicht oder altersbedingte Veränderungen der Beckenbodenmuskulatur sein. Zahlreiche Frauen vertrauen sich zu spät einem Frauenarzt an. Dabei helfen oft schon ein beratendes Gespräch oder einfache Übungen zur Beckenbodenstärkung. Eine Operation, die meist minimal-invasiv durchgeführt werden kann, ist nur eine von vielen Behandlungsmöglichkeiten. Bei Überaktivität des Blasenmuskels ist zum Beispiel bereits eine spezielle Entspannungstherapie sehr erfolgreich. 

Doch Inkontinenz ist nicht gleich Inkontinenz. Unterschieden wird zwischen Drang- und Stressinkontinenz. Während bei der Dranginkontinenz bereits eine geringe Füllung der Blase zu einem starken und willentlich nicht zu unterdrückenden Harndrang führt, verursachen bei der Stressinkontinenz körperliche Belastungen wie Husten, Niesen, Lachen oder Heben den unerwünschten Urinverlust. Christiane Graul, Assistenzärztin der Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie, informiert im Rahmen der Patientenvorlesungsreihe des Universitätsklinikums am Donnerstag, 23. Februar 2017, über die Ursachen und Therapiemöglichkeiten weiblicher Inkontinenz und Senkungsbeschwerden. Dabei stellt sie das Leistungsspektrum der Klinik auf diesem Gebiet vor. Die kostenlose Veranstaltung, die gemeinsam mit der Krankenkasse Novitas BKK durchgeführt wird, startet um 17 Uhr im Universitätsklinikum Halle (Saale), Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude/Hörsaal. 

Hinweis: Aus organisatorischen Gründen (Kapazität des Hörsaals) bitten wir um Anmeldung unter 0800 65 66 900 (kostenfrei) oder auf www.novitas-bkk.de/kassentreffen. 

Weitere Themen der Vorlesungsreihe:

Donnerstag, 9. März 2017
 Wenn es ohne Bypass nicht mehr geht - Chirurgische Behandlungsmöglichkeiten der koronaren Herzerkrankung
 Dr. Jens Michaelsen, Herzchirurgie 

Donnerstag, 30. März 2017
 Diagnostik und Therapie mit PSMA – neue Möglichkeiten in der Nuklearmedizin für Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom
 Dr. Andreas Odparlik, Nuklearmedizin 

Donnerstag, 27. April 2017
 Ursachen und Therapie von Schwerhörigkeit
 Prof. Dr. Stefan Plontke, HNO-Heilkunde 

Donnerstag, 11. Mai 2017
 Gelenkverschleiß – was nun?
 Prof. Dr. David Wohlrab, Orthopädie 

Donnerstag, 18. Mai 2017
 Hochpräzisionsstrahlentherapie bei Krebs: bessere Heilungschancen, weniger Nebenwirkungen
 Prof. Dr. Dirk Vordermark, Strahlentherapie 

Donnerstag, 29. Juni 2017
 Herzinsuffizienz
 Prof. Dr. Ulrich Hofmann, Innere Medizin/Kardiologie 

Donnerstag, 14. September 2017
 Das Kreuz mit dem Kreuz – Rückenschmerzen
 Prof. Dr. Stefan Delank/Dr. Katja Regenspurger, Orthopädie 

Donnerstag, 28. September 2017
 Die Narkose bei älteren Patienten
 Prof. Dr. Michael Bucher, Anästhesiologie 

Donnerstag, 26. Oktober 2017
 
Grüner oder Grauer Star? Wie kommt er ins Auge und wie wieder heraus?
 Dr. Andrea Huth, Augenheilkunde 

Donnerstag, 30. November 2017
 Chronische Schmerzen im Alter: Behandlungsmöglichkeiten
 Dr. Lilit Flöther, Anästhesiologie