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Traineeprogramm Intensivpflege: Erste Absolventen erhalten Zertifikat – einmalig in Halle und Umgebung


Im halleschen Universitätsklinikum werden u.a. kritisch kranke Menschen auf fünf Intensivstationen behandelt, etwa nach einem schweren Unfall, einem Herzinfarkt, einer Operation oder im Verlauf einer Krebserkrankung. Besonders  diese schwerstkranken Patientinnen und Patienten stellen dabei umfangreiche und komplexe Anforderungen an das pflegerische und therapeutische Team. Die Zahl der zu behandelnden Erkrankten wird angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung weiter zunehmen. 

 

In der Ausbildung für Berufe in der Gesundheits- und Krankenpflege werden bundesweit vorrangig theoretische und wenig praktische Kenntnisse aus dem Arbeitsbereich der Intensivmedizin vermittelt. Christiane Becker, Direktorin des Pflegedienstes am Universitätsklinikum sagt: „Für Berufsanfänger ist der Start auf einer Intensivstation eine besondere Herausforderung.“ Aus diesem Grund bietet das Universitätsklinikum die Möglichkeit, an einem Traineeprogramm teilzunehmen, das speziell für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter im Intensivpflegebereich konzipiert ist. „Ziel des Programms ist es, fachspezifische Handlungskompetenzen von Berufsanfängern und Neulingen in der Intensivpflege  zu fördern und sie in ihrem täglichen Arbeitsprozess zu unterstützen“, sagt Heiko Rabe, der die Pflegerische Leitung der Intensivstationen inne hat. Nun erhielten die ersten vier Teilnehmer/innen ihr Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme an diesem Traineeprogramm. Dieses ist in dieser Form einmalig in Halle und Umgebung. 

 

Die Fortbildung dauert ein Jahr und wird berufsbegleitend durchgeführt. Heiko Rabe: „Unsere Mitarbeiter können jederzeit in den Kurs einsteigen“. Derzeit nehmen 21 Pflegende am Traineeprogramm „Intensivpflege“ teil. Sie absolvieren dabei 12 Theoriemodule mit 120 Stunden Unterricht. Themen dabei sind unter anderem intensivmedizinisch relevante Erkrankungen und deren resultierende spezielle Pflegebesonderheiten, die fachspezifische Überwachung und ein Kommunikationstraining, um professionell mit Patienten und Angehörigen umgehen zu können. Zudem festigen die Teilnehmer ihre Kenntnisse zu Lagerungstechniken und zu Möglichkeiten der persönlichen Gesunderhaltung. Praxiseinsätze finden auf den Intensivstationen des UKH statt, um auch unterschiedliche Patientengruppen kennenzulernen. 

 

Im Herbst 2016 konnte zusätzlich eine Kooperation mit dem BG-Klinikum Bergmannstrost in Halle geschlossen werden. Dank dieser Kooperation konnte das inhaltliche Spektrum des Traineeprogramms  um die Expertise zum Thema Polytrauma erweitert werden.