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Förderverein des UKH weiht sanierte Zimmer für Mukoviszidose-Patienten ein


Eine Behandlung von Mukoviszidose-Patienten kann mitunter einige Wochen stationären Aufenthalt bedeuten. Umso wichtiger ist es, dass Zimmer, Aufenthaltsbereich und Sanitärbereich ansprechend gestaltet sind. Darum hat sich der Förderverein des Universitätsklinikums Halle (Saale) gekümmert, der im August 2016 aus dem bisherigen Mukoviszidose-Verein hervorgegangen ist. „Unser Förderverein hat dafür gesorgt, dass vier Einzelzimmer umgestaltet werden konnten und komplett neue Sanitäranlagen bekommen haben, so dass die Patienten sich auch bei einem längeren Aufenthalt bei uns am Klinikum wohlfühlen können“, sagt Prof. Dr. Patrick Michl, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin I, auf deren Station sich die Räume befinden, und Gründungsmitglied des Fördervereins. 

Die Räume sind vom neuen Schirmherr des Fördervereins, Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht, sowie der Vorsitzenden Heike Grasse, dem stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Michl und dem Landtagsabgeordneten und Vereins-Gründungsmitglied Wolfgang Aldag eingeweiht worden. Ebenfalls waren UKH-Pflegedirektorin Christiane Becker und der pflegerische Klinikleiter der KIM I, Marco Rehmann, anwesend.

30.000 Euro sind in vier Einzelzimmer investiert worden, die vollständig aus Spenden zusammengekommen sind. Ebenfalls aus Spenden wurde der Aufenthaltsbereich im wahrsten Sinne „aufgemöbelt“ mit bunten Stühlen und Sesseln. „Ich bin sehr dankbar, dass sich Menschen im Förderverein des UKH dafür einsetzen, solche Maßnahmen umzusetzen“, sagt Minister Stahlknecht erfreut beim Blick auf die sanierten Räume.

„Gemeinsam haben wir das geschafft, das muss man wirklich so sagen. Dank der Hilfe und Unterstützung des UKH, vor allem auch der Haustechnik, der Sponsoren, Prof. Michl und vor allem auch der Patienten, denn der Umbau ist ja bei laufendem Betrieb erfolgt, konnte alles umgesetzt werden“, sagt die Vereinsvorsitzende Heike Grasse.

Mukoviszidose ist eine vererbte Stoffwechselerkrankung, die im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Bei den Betroffenen funktioniert der Wasser- und Salzaustausch der Zellen unter anderem im Atem- und Verdauungstrakt nicht oder nur eingeschränkt, so dass sich zäher Schleim ansammelt. Die bekannteste Erscheinungsform der Mukoviszidose ist die Erkrankung der Lunge, den Betroffenen kann hier mit regelmäßiger Atemgymnastik, Inhalationen und Antibiotikagabe bzw. bei starker Ausprägung der Krankheit mit einer Transplantation geholfen werden.