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Hallesche OP-Wochen 4.0 stillen den Wissensdurst


Es ist wieder angerichtet: Die Halleschen OP-Wochen 4.0 beginnen. Im mittlerweile vierten Jahr werden den Studierenden und Auszubildenden der Universitätsmedizin Halle (Saale) diesmal vom 20. bis 23. und vom 27. bis 30. November 2017 die „Spezialitäten“ kredenzt.  Bei der ersten Operation - Laparoskopie bei einer Gallenblasenentfernung (Universitäts- und Poliklinik für Viszerale, Gefäß- und Endokrine Chirurgie) - waren etwa 190 Teilnehmer/innen anwesend.

An acht Tagen innerhalb von zwei Wochen, jeweils von Montag bis Donnerstag, können die Studierenden vom Hörsaal im Lehrgebäude des Universitätsklinikums Halle (Saale) aus live-übertragene Operationen mitverfolgen. „Für die Übertragung der Operationen haben die Patientinnen und Patienten ihr Einverständnis gegeben. Das ist nicht selbstverständlich und wir freuen uns darüber, dass sie damit die Ausbildung unserer Studierenden unterstützen“, sagt Professor Dr. Stefan Plontke, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie des halleschen Universitätsklinikums, der zu den Initiatoren der OP-Wochen zählt und das Projekt leitet. Zudem seien die Eingriffe mit den jeweiligen Operateuren abgestimmt, so dass an allen acht Tagen jeweils um 18 Uhr die Übertragung starten könne, die bis spätestens 20 Uhr dauern solle. 

Im Hörsaal befindet sich zudem eine Dozentin oder ein Dozent, der zunächst eine theoretische Einführung in die jeweilige Operation gibt. Dazu gehören Erklärungen für den Grund der Operation, das heißt also Fakten über Patientin oder Patient, eingesetzte Operationstechniken und -instrumente, aber auch die Schwierigkeiten und Herausforderungen des jeweiligen Eingriffs. Danach übernimmt sie oder er eine moderierende Funktion, denn das Besondere bei den OP-Wochen ist: Die Live-Übertragung ist keine Einbahnstraße, sondern auch Anwesende im Hörsaal können mit den Operateuren in Kontakt treten und Fragen stellen. 

„Hintergrund dafür, die Halleschen OP-Wochen ins Leben zu rufen, war, dass Medizinstudierende im Studienalltag nicht immer in allen Fachrichtungen alle Standard-Operationen live erleben können. Mit unserem Programm kann ihnen nun aber eine breite Palette gezeigt werden und sie erhalten auch Einblicke in Fachrichtungen, mit denen sie vielleicht vorher noch nicht in ausreichenden Kontakt gekommen sind“, erklärt Plontke.

So bietet das Programm der OP-Wochen 4.0 in diesem Jahr in der ersten Woche Operationen aus den Bereichen Allgemeinchirurgie, Augenheilkunde, Geburtshilfe und Herzchirurgie. In der zweiten Woche sind die Fachrichtungen Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Radiologie, Plastische Chirurgie und Dermatologie dran. 

Geplant sind eine Laparoskopie bei einer Gallenblasenentfernung (Universitäts- und Poliklinik für Viszerale, Gefäß- und Endokrine Chirurgie), Netzhaut-Operationen (Augenheilkunde), ein Kaiserschnitt (Geburtshilfe), ein minimal-invasiver Aortenklappen-Ersatz (Herzchirurgie), eine endoskopisch-mikroskopische Kehlkopfoperation (HNO), eine perkutan-transluminale Gefäßintervention (Radiologie), ein Operation an der Hand (Plastische Chirurgie, in Kooperation mit dem BG Klinikum Bergmannstrost Halle) sowie eine Krampfader-Operation (Dermatologie und Venerologie). 

 Wie in jedem Jahr sind zahlreiche Akteure am Gelingen der Halleschen OP-Wochen beteiligt. Dazu gehören unter anderem das Dekanat, Studiendekanat und das Dorothea Erxleben Lernzentrum der Medizinischen Fakultät sowie der Vorsitzende des Klinikumsvorstandes, der Zentrale Dienst für Information und Kommunikation, das Zentrale OP-Management und die OP-Teams und das Organisationsteam der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie sowie die Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Halle (Saale).

Der Ablaufplan ist auch im Internet zu finden unter: http://www.hallesche-op-wochen.de/index.php/ablauf