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Das Universitätsklinikum führt nach Beschluss des Klinikumsvorstandes ein Qualitätsmanagementsystem nach inter­nationalem technischem Standard der DIN EN ISO 9001:2000 ein und arbeitet kontinuierlich an der Um­setzung in den einzelnen Kliniken und Abteilungen. Die Universitätsklinik und Poli­klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie ist das Pilotprojekt zur Erarbei­tung des Qualitätsmanagementsystem für die einzelnen Kliniken. Es werden derzeit die Prozesse erarbeitet und doku­mentiert. Mit den Forderungen der DIN EN ISO 9001:2000 steht ein klares Konzept mit vorgegebenen Richtlinien zur Verfügung. Es finden im Klinikum jährlich Qualitätsaudits statt. Dabei unter­scheiden wir zwischen "internen" und "externen" Audits. Interne Audits werden von ge­schulten Mitarbeitern in Form eines kollegialen Gesprä­ches durchgeführt. Im Gegen­satz dazu wird bei externen Audits der jeweilige Bereich durch Auditoren eines anerkannten Zertifizierungsunternehmens besucht. Bei beiden Formen findet eine unabhängige, systema­tische Evaluation statt, die die qualitätsbezogenen Tätigkeiten und Ergebnisse mit den Do­kumentationen auf Konformität prüft. Wichtig ist dabei, ob die dokumentierten Planungen verwirklicht wurden und ob sie zum Erreichen der Qualitätsziele geeignet sind. Sie dienen dem Nachweis konti­nuierlicher Entwicklung und sie sind im Füh­rungs- und Organisationssystem integriert. Die Patienten und andere Kunden werden in die Beurteilung unserer Dienstleistungen einbe­zogen.

Das Krankenhaus hat sich im Berichtszeitraum an folgenden Maßnahmen zur Bewertung der Qualität beziehungsweise des Qualitätsmanagements beteiligt:

International hat sich gezeigt, dass die fachübergreifende, qualitätsgesicherte Zusammenar­beit in Zentren bei komplexen Erkrankungen sowohl der Behandlungsqualität und Zufrieden­heit der Patienten als auch der Behandlungseffektivität zu gute kommt. Das Brustzentrum stellt bei der komplexen Erkrankung "Brustkrebs" ein solches Zentrum dar.
Seit etwa 20 Jahren werden in Deutschland aus dem Bereich der in-vitro Fertilisation (IVF) anonymisierte Daten erhoben, um die Effektivität dieser hochspezialisierten Methode der Kinderwunschbehandlung zu überprüfen. Unsere Universitätsklinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin gehörte 1994 zu den ersten Einrichtungen, die mit einer EDV-gestützten Dokumentation aller IVF-Behandlungszyklen begannen und mit der Übermittlung der Daten an das Deutsche IVF-Register (DIR) ein externes Qualitätssiche­rungssystem etablierten. Am Klinikum wird diese Möglichkeit, Methoden und Ergebnisse aller deutschen Zentren zu vergleichen, intensiv genutzt, um eine optimale Behandlung aller Paare mit unerfülltem Kinderwunsch zu gewährleisten. Die interne und externe Qualitätskontrolle im Bereich der Hormondiagnostik erfolgt entspre­chend den Richtlinien der Bundesärztekammer. Im Rahmen der externen Qualitäts­kontrolle erfolgte eine Teilnahme an Ringversuchen.

Zur Erhaltung und Verbesserung der Auftraggeberzufriedenheit und Sicherung der Wirt­schaftlichkeit führt das Zentrallabor ein Qualitätmanagementsystem nach DIN EN ISI 9001:2000 ein. Dazu wurden Befragungen zur Kundenzufriedenheit (Auftraggeber) und Mitarbeiterbefragungen durchge­führt. In den Arbeitsbereichen des Zentrallabors fanden interne Audits durch den QM-Beauftragten und Auditoren anderer Arbeitsbereiche statt. Ein externes Audit im Rahmen des Voraudits zur Zerti­fizierung wurde vom TÜV CERT Nord 12/2004 durchgeführt. Das Zertifizierungsaudit fand am 23. bis 25. Juni 2005 statt. Grundlegendes Ziel ist, die Laborleistungen in hoher Qualität zum Wohle unserer Patien­ten und zur Zufriedenheit der Auftraggeber zu erbringen. Dazu werden alle qualitäts- und sicher­heitsrelevanten Tätigkeiten durch­gängig geplant, gesteuert und überwacht. Die interne und externe Qualitätskontrolle erfolgt hier ebenfalls entsprechend den Richtlinien der Bundesärztekammer. Im Rahmen der externen Qualitätskontrolle erfolgte eine Teil­nahme an 118 Ringversuchen. Die Durchführung der Qualitätssicherung wurde vom Landes­eichamt Sachsen-Anhalt kontrolliert und zertifiziert.

Die Einrichtung für Transfusionsmedizin/ Blutspendedienst ist laut Transfusionsgesetz dazu verpflichtet, für die klinische Anwendung von Blutprodukten ein Qualitätsmanagementsystem vorzuhalten. Eine seit 1996 etablierte Transfusionskommission legte im Dezember 2003 eine Neufassung der Transfu­sionsordnung/QS-Handbuch konform zu den Gesetzen, Richtlinien bzw. der Herstellungserlaubnis vor. Das QS-Handbuch ermöglicht eine einheitliche abgestimmte Vorgehensweise abteilungsübergreifend und sorgt für Transparenz und Kontrollierbarkeit. Im gesamten Klinikum wird mindestens einmal jährlich im Rahmen einer Selbstinspektion ge­prüft, inwieweit den Forderungen der Qualitätsicherung entsprochen oder abgewichen wird. Gegebenenfalls werden geeignete Maßnahmen zur Mängelbeseitigung ge­troffen.

Die Universitätsklinik für Innere Medizin IV (Hämatologie/Onkologie) besitzt das Zertifikat der autologen hämatopoetischen Stammzelltransplantation durch die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation (DAG-KBT) und die Europäische Gemeinschaft für Knochenmarktransplantation (EBMT). Dazu wur­den für die Klinik zahlreiche Standards zur Vorbereitung und Durchführung der autologen hämatopoetischen Stammzelltransplantation erstellt. In 2005 erfolgt die Re­zertifizierung.

Die Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin stellt als Pharmazeutisches Unternehmen (PU) gemäß Arzneimittelgesetz (AMG) mittels peripherer Stammzellapheresen autologe und allogene Stammzellpräparate zur Transplantation her. Das PU wird min­destens einmal jährlich durch das Landesverwaltungsamt, Referat Arzneimittel- und Apothe­kenwesen, kontrolliert. Die Be­suche der Aufsichtsbehörde erbrachten gute bis sehr gute Er­gebnisse bei nahezu vorbildlich installiertem Qualitätssicherungssystem.

Das Klinikum ist eine akkreditierte stationäre Einrichtung im Rahmen ihres Versor­gungsauftrages zur qualitätsgesicherten Behandlung von Diabetes bei Kindern und Erwachsenen in Sachsen-Anhalt. Aktive und passive Supervision (Hospitation) wurden durchgeführt.

Zur Qualitätssicherung in der Schmerztherapie wurde eine spezielle Software etabliert, die zur Erfassung aller chronischen Schmerzpatienten, deren Verlauf, den zugehörigen The­rapieplänen und der Patientenzufriedenheit dient. Diese ist im routinemäßigen Einsatz und wird intern ausgewer­tet.

Im Rahmen der externen Qualitätssicherung werden die Daten der Herzchirurgie nicht nur bundesweit son­dern über die Fachgesellschaften auch international ausgewertet.

Kliniken, die nicht der externen Qualitätssicherung angeschlossen sind, erheben freiwillig Daten zur Rate der Infektionen und zu Komplikationen. Insbesondere unsere chirurgischen Kliniken führen regelmäßig Morbiditäts- und Mortali­tätskonferenzen durch (Besprechung aller Komplikationen). Ebenso werden wöchentliche interdisziplinäre Therapiekonferenzen durchgeführt (z.B. Krebserkrankungen, Gefäß­medizin, Magen- und Darmerkrankungen, Herzerkrankungen)

Das Institut für Hygiene führt am gesamten Klinikum mit dem Ziel der Reduktion kontinuier­lich die Erfassung und Bewertung der nosokomialen Infektionen durch. Es handelt sich hier um Infektionen mit Bezug zum Krankenhaus. Gemeinsam mit der Universitätsklinik für Innere Me­dizin IV werden infektiologische Daten bei immunsupprimierten Patienten ausge­wertet.

Infolge der Risiko-Audits der vergangenen Jahre in verschiedenen Kliniken unserer Ein­richtung wurden im Berichtszeitraum in der Universitätsklinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie und in der Universitätsklinik und Poliklinik für Or­thopädie und Physikalische Medizin Informationsveranstaltungen und Mitarbeiterschulungen durchgeführt.

Wichtiger Indikator für unsere Behandlungsqualität sind regelmäßige Patientenbefragun­gen. Ziel dieser anonymen Meinungsumfrage ist, die Erwartungen und die Zufriedenheit der stationären Patienten und die Qualität der ärztlichen und pflegerischen Leistungen sowie der sonstigen Serviceleistungen festzustellen. Aus der Umfrage werden Stärken und Schwächen identifiziert, die wichtige Impulse für unsere internen Qualitätssicherungs-Maßnahmen dar­stellen. Zudem er­halten wir dadurch Hinweise, um das Leistungsgeschehen an den Patien­tenbedürfnissen bes­ser ausrichten zu können.