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Strahlentherapeut erhält Studienpreis der Deutschen Krebsgesellschaft

Dr. Christian Ostheimer (2. v. l.) bei der Verleihung des ARO-Studienpreises anläßlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie durch Frau Prof. Dr. Mechthild Krause, Prof. Dr. Frederik Wenz und Dr. Matthias Göbel, Fa. Astra Zeneca (v. r. n. l.) (Quelle: privat)


Dr. Christian Ostheimer aus der Universitätsklinik für Strahlentherapie (Direktor: Prof. Dr. Dirk Vordermark) hat den ARO-Studienpreis der Deutschen Krebsgesellschaft erhalten. Dieser wurde durch die Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie (ARO) der Deutschen Krebsgesellschaft anläßlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) in Leipzig verliehen und ist mit 2500 Euro dotiert.

 

Ausgezeichnet wurde Dr. Ostheimer als Leiter einer Studie der „Young DEGRO Trial Group“, einer Nachwuchsgruppe innerhalb der strahlentherapeutischen Fachgesellschaft DEGRO. Die multizentrische Studie untersuchte unter Beteiligung von 21 Zentren und Einschluss von 347 Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs, welche Aussage für die Prognose die Änderung des Tumorvolumens von der ersten Computertomographie (CT) zur Bestrahlungsplanung bis zum zweiten Planungs-CT in Woche 5 ermöglicht. Die statistische Analyse, die von Dr. Daniel Medenwald, ebenfalls Universitätsklinik für Strahlentherapie, durchgeführt wurde, zeigte, dass einerseits ein großer Tumor bei Behandlungsbeginn mit einer schlechten Prognose verbunden ist, insbesondere aber die absolute Verkleinerung in den ersten Wochen, gemessen in ml, eine verbesserte Überlebenschance ermöglicht. 

 

Die Studienergebnisse eröffnen die Chance, schon während der laufenden Bestrahlungsserie die Therapie an das individuelle Ansprechen des Tumors anzupassen. Die von Dr. Ostheimer geleitete Studiengruppe plant nun Folgestudien, in denen auch mögliche therapeutische Ansätze betrachtet werden.

 

Text: Prof. Dr. D. Vordermark