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„eMERgency in cinema – Oskar und die Dame in Rosa


Am Mittwoch, 18. Oktober 2017, startet die Filmreihe „eMERgency in cinema – Medizin, Ethik & Recht im Film“ in das Wintersemester 2017/2018. Gezeigt wird der Film „Oskar und die Dame in Rosa“. Die Reihe wird gemeinsam vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin und dem Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrum Medizin‐Ethik‐Recht der Martin‐Luther‐Universität Halle‐Wittenberg sowie dem Verein meris e. V. organisiert.

 

Der zehnjährige Oskar ist unheilbar krebskrank. Seine Eltern sind wie gelähmt von der Verlustangst. Die Begegnung mit der herzerfrischend schlagfertigen, schrillen Pizzalieferantin Rose (einstige Wrestling-Kämpferin) haucht dem todgeweihten Jungen auf unkonventionelle Weise und ohne falsches Mitleid neuen Lebensmut ein. Geprägt durch die ungewöhnliche Freundschaft durchläuft Oskar in seinen letzten Tagen ein ganzes Menschenleben, inklusive der ersten großen Liebe.

Oskar und die Dame in Rosa ist eine Literaturverfilmung der gleichnamigen Erzählung von Eric-Emmanuel Schmitt. Der Film besticht durch seine faszinierende Ästhetik und ideenreiche, knallbunte Ausstattung. Die Themen Krankheit, Sterben, Liebe, Verlust und Glauben werden sowohl gefühlvoll als auch unbekümmert und humorvoll aufgegriffen, ohne den Gedanken an Krankheit und Tod als natürlichen Bestandteil des Lebens zu verdrängen.

Als Expertin konnten wir Stephanie Winter gewinnen. Sie ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Rehabilitationspädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Arbeitsbereich Körperbehindertenpädagogik. Zudem ist sie ehrenamtliche Mitarbeiterin im ambulanten Kinder- und Jugendhospiz in Halle (Saale) sowie Mitglied im Trauernetz Halle. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen u.a. bei den Themen Trauer aus Kinderperspektive, Lebens- und Sterbebegleitung progredient erkrankter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener.

Ethische und rechtliche Fragen spielen immer wieder eine wichtige Rolle in klinischer Praxis und medizinischer Forschung. Betroffen davon sind nicht nur einzelne Patienten. medizinische Entwicklungen und die sich daraus ergebenden Kontexte im Zusammenspiel mit Ethik und Recht haben Einfluss auf die gesamte Gesellschaft. Insofern werden die im Spannungsfeld der drei Disziplinen aufgeworfenen Aspekte sehr kontrovers diskutiert.

Die Filmreihe „eMERgency in cinema“ bietet nun Gelegenheit, sich anhand der Darstellung verschiedener Themenfelder innerhalb von Spielfilmen diesen Diskussionen gemeinsam zu nähern. Thematisiert werden dabei Aspekte der Pränataldiagnostik und Ethik in der Psychiatrie ebenso wie Zusammenhänge mit Transidentität, Sterbehilfe, Palliativpflege und Organspende. 

Jeder Film wird durch eine kurze Einführung und eine anschließende Diskussion begleitet, für die Expert/innen und Praktiker/innen aus Medizin, Ethik und Recht gewonnen werden konnten.

Alle Veranstaltungen finden im Luchs.Kino am Zoo statt und starten um 18 Uhr.

Termine:

18.10.2017: Oskar und die Dame in Rosa | Stephanie Winter

15.11.2017: Ein Tick anders | Prof. Dr. Bernd Leplow

13.12.2017: Death by Death | Prof. apl. Dr. Dr. Uwe Wolfradt

10.01.2018: Mein Blind Date mit dem Leben | Prof. Dr. Katja Nebe und Timo Kirmse

14.02.2018: Sommersturm | Katrin Kappler

14.03.2018: The Tribe | Heike Leps