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Psychiatrische Universitätsklinik baut Angebot der Behandlung der Alkoholabhängigkeit aus


Die Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik hat ihre Kapazitäten für die Behandlung alkoholkranker Menschen zusammengefasst. Die Klinik bietet damit eine qualifizierte Entzugsbehandlung an, die über die reine Alkoholentgiftung hinausgeht. Damit wird alkoholkranken Menschen nun noch besser auf das Störungsbild angepasste Hilfe zuteil. Fünf neue Plätze stehen zur qualifizierten Entzugsbehandlung zur Verfügung. Dabei ist die qualitative Entgiftung in der Behandlung der alkoholkranken Menschen besonders erfolgsversprechend und geht über die reine körperliche Entgiftung hinaus, erklärt Oberarzt Dr.  Michael Brütting: „Wir bieten unseren Patienten neben der bloßen Behandlung von Entzugserscheinungen auch psychologische und sozialtherapeutische Hilfen an und vermitteln Informationen über die Erkrankung. Dies soll Patienten helfen, die eigene Erkrankung zu verstehen, um diese erfolgreicher behandeln zu können.“ 

Im Rahmen des Aufenthaltes werden die Patienten zudem auf mögliche Begleiterkrankungen und psychische Störungen untersucht und gegebenenfalls diese auch behandelt. Im Rahmen der sozialtherapeutischen Beratung sollen unter anderem Kontakte in das regionale Hilfesystem vermittelt werden. 

Durch einen strukturierten Therapieplan mit psychotherapeutischen Einzel- und Gruppentherapien, Ergo-, Sport- und Musiktherapien wird Patienten Tagesstruktur zurückgegeben, was ihnen bei der Überwindung der Abhängigkeit hilft. Ziel der Therapie ist dabei nicht allein die Abstinenz, sondern die Bereitschaft das eigene Leben ändern zu wollen und die Kompetenz zu vermitteln, es ändern zu können.  

Die Kosten für die Behandlung werden bei gegebener Indikation von den Krankenkassen übernommen. 

Kontakt: Bei Fragen wenden Sie sich an die Ambulanz der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik unter der Nummer (0345) 557 3640.

Halle, 17. Dezember 2015