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07.11.2013

Dissertationspreis 2013 im Bereich Endodontie der DGET geht auch nach Halle


Die Deutsche Gesellschaft für Endodontie und zahnärztliche Traumatologie unterstützt Jahr für Jahr bis zu fünf herausragende Dissertationen aus dem Bereich der Endodontie mit insgesamt 5000,- Euro. In diesem Jahr wurde zum wiederholten Mal auch eine Arbeit aus der Zahnklinik Halle gewürdigt. Im Rahmen der 1. Gemeinschaftstagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) und der Deutschen Gesellschaft für Endodontie und zahnärztliche Traumatologie (DGET) wurde der Dissertationspreis 2013 an Dr. Gabriel Magnucki aus der Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie für seine Dissertation in Marburg verliehen.

Die Dissertation von Herrn Dr. Magnucki „Humane Dentale Pulpastammzellen als Modell zur Untersuchung der Rolle von Toll-like Rezeptoren bei der Inflammation und auf die odontoblastische Differenzierung“ wurde unter der Betreuung von Prof. Dr. H.-G. Schaller (Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie) und Prof. Dr. C. Hoang-Vu (Universitätsklinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie) durchgeführt. Am 12. Oktober 2013 wurden von den wissenschaftlichen Leitern der 1. Gemeinschaftstagung von DGZ und DGET, Prof. Dr. R. Frankenberger (Marburg) und PD Dr. Chr. Gernhardt (Halle), die Urkunden an die Preisträger überreicht. Der Preis ist jeweils mit 1000,- Euro dotiert.

Die Arbeit aus Halle beschäftigt sich mesenchymalen Stammzellen der dentalen Pulpa und deren Interaktion mit Toll-like Rezeptoren (TLR). Diese Rezeptoren erkennen Pathogen-assoziierte molekulare Muster und aktivieren durch Überexpression proinflammatorischer Zytokine wie z.B. TNF-α die Entzündungsreaktion. Das Ziel der Studie war die Untersuchung des Einflusses der TLR-Agonisten LPS und Pam3CSK4 sowie TNF-α und IL-6 auf dentale Pulpastammzellen. Für die Untersuchungen wurden diese Zellen aus humanen Weisheitszähnen gewonnen, kultiviert und deren Pluripotenz nachgewiesen. Interessanterweise konnten die TLR auf diesen Zellen nachgewiesen werden. Zudem identifizierten wir vor allem TNF-alpha als potenter Initiator der odontoblastischen Differenzierung, denn die Behandlung der Zellen mit dieser Stimulanz erhöhte auf der einen Seite die dentinspezifische Markerproteine und andererseits die Mineralisationsrate. Diese Effekte wurden hauptsächlich über die intrazellulären Signalwege p38 und JNK induziert. Des Weiteren waren die untersuchten Zytokine in der Lage die Proliferationsrate der untersuchten Zellen zu erhöhen. Die Sekretion dieser Entzündungsmediatoren resultiert dabei wahrscheinlich aufgrund einer Interaktion bakterieller Bestandteile mit den entsprechenden TLR. Dieser Mechanismus scheint in die pulpale Heilung involviert zu sein und könnte zukünftige Therapien der reparativen Dentinogenese bei direkten Überkappungstherapien unterstützen.

Text: PD Dr. Christian Gernhardt