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Universitätsklinikum feiert Richtfest für zwei neue Funktionsgebäude in der Ernst-Grube-Straße – Wissenschaftsministerin zu Gast – Beeindruckende Zahlen

Ein Jahr nach dem Spatenstich und sieben Monate, nachdem die ersten Bagger rollten, feiert das Universitätsklinikum Halle (Saale) am Mittwoch, 17. Oktober 2012, um 10.30 Uhr das traditionelle Richtfest für zwei neue Funktionsgebäude am Hauptstandort in der Ernst-Grube-Straße. Anwesend wird die Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt und Vorsitzende des Aufsichtsrates des Universitätsklinikum, Professor Dr. Birgitta Wolff, sein. Erwartet werden mehr als 100 Gäste, darunter die Bauleute, Vertreter von Verbänden, Vereinen sowie aus Wirtschaft und Politik. Zudem sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der halleschen Universitätsmedizin zum Fest eingeladen, sich den Rohbau für die beiden neuen Gebäude aus der Nähe anzuschauen. Die Fertigstellung der Fassade erfolgt bis Ende Dezember und ein Jahr darauf sollen die beiden Gebäude zu Weihnachten 2013 bezugsfertig sein. „Wir freuen uns, dass der Neubau im Zeit- und Finanzplan liegt“, sagt der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Halle (Saale). Am Tag des Richtfestes wird die traditionelle Richtkrone aufgezogen und der Polier der Baustelle den Richtspruch sprechen.


„Mit unserem Bauprojekt wollen wir eine moderne Unterbringung für Patienten, kurze Wege und modernste Behandlungs- und Diagnostikmöglichkeiten realisieren“, sagt PD Dr. Thomas Klöss. Bis Ende 2013 werden im ersten Bauabschnitt des Projektes BAUSEG (Abschluss der baulichen Sanierung des Standortes Ernst-Grube-Straße) für etwa 44 Millionen Euro – gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt und die Europäische Union – zwei Funktionsgebäude neu errichtet sowie der Nordteil des aus den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammenden Komplements saniert. In zwei weiteren Bauabschnitten wird  bis Ende 2017 die bauliche Sanierung des Hauptstandortes Ernst-Grube-Straße abgeschlossen: „Am unserem Hauptstandort konzentrieren wir dann nahezu komplett die somatische (den Körper betreffende) Medizin“. 

Bis es soweit ist, werden einmal 32 Gewerke an den Neubauten beteiligt gewesen sein. Bisher sind etwa drei Viertel der Gesamtauftragssumme vergeben. Die beauftragten Firmen kommen zu mehr als der Hälfte aus Sachsen-Anhalt, aber auch Unternehmen aus Sachsen, Thüringen, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind dabei. Bis zum Abschluss des Bauprojektes werden fünf verschiedene Sorten Beton, 600 Tonnen Stahl, 22.000 Quadratmeter Schalung und 1,8 Millionen Schrauben verbaut worden sein. Insgesamt entstehen 50.000 Quadratmeter Wandfläche, 2400 Quadratmeter Fensterfläche und 15.000 Quadratmeter Bodenfläche. „Das Bauprojekt umfasst auch 1000 neue Türen“.

Die beiden Funktionsgebäude nehmen künftig unter anderem die Strahlentherapie, das Zentrallabor, zwei Allgemeinpflegestationen sowie das Klinikrechenzentrum auf. Insgesamt werden sich die Transportwege verkürzen und die Betriebsorganisation verbessern. Besonders werden sich die Unterbringungsmöglichkeiten für die Patienten und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter deutlich qualitativ verbessern. „Das Bettenhaus II entspricht nicht mehr den heutigen Vorstellungen eines modernen Klinikums“, sagt der Ärztliche Direktor. Mit dem Neubau stehen dann Zwei-Bett-Zimmer inkl. Nasszelle zur Verfügung.

Bis zum Jahr 2017 werden drei weitere Gebäude gebaut, welche den Südteil des Komplements sowie den bisherigen Funktionaltrakt ersetzen.

 

Hintergrund: Im Universitätsklinikum Halle (Saale) werden jährlich etwa 38.500 Patienten stationär sowie 120.000 Patienten ambulant – in zahlreichen Spezialsprechstunden und Hochschulambulanzen – behandelt. Das UKH verfügt über 25 Universitätskliniken, drei zahnärztliche Polikliniken sowie neun Institute,  darüber hinaus betreibt das Universitätsklinikum einen Blutspendedienst, eine Apotheke, ein Zentrallabor, ein Rechenzentrum, ein Zentral-OP, eine zentrale Sterilgutversorgung sowie einen Kindergarten. Im Universitätsklinikum arbeiten etwa 3500 Personen. Das Klinikum ist der größte Frauenarbeitgeber der Region sowie eines der größten Ausbildungsunternehmen in Sachsen-Anhalt und verfügt über Standorte in der Ernst-Grube-Straße, Magdeburger Straße, Große-Stein-Straße sowie Julius-Kühn-Straße. Das Universitätsklinikum ist der einzige Maximalversorger im südlichen Sachsen-Anhalt und versorgt damit mehr als eine Million Einwohner mit Spezialmedizin.