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Teilnehmer für Studie gesucht: Menschen mit Demenz und ihren Familien den zeitgerechten Zugang zu professionellen Hilfen erleichtern


Eine multinationale Studie untersucht derzeit, welche Unterstützung Menschen mit Demenz und deren Angehörige benötigen. Teil des Projektes mit dem Titel ActifCare ist eine große Befragungsstudie, die zurzeit in Norwegen, Schweden, Irland, Großbritannien, Italien, Portugal, den Niederlanden und Deutschland stattfindet. „Hierzu möchten wir gesprächsbereite Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen einladen, sich zu beteiligen“, sagt Astrid Stephan, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der halleschen Medizinischen Fakultät. In Halle wird die Studie für Deutschland koordiniert.

Befragt werden sollen in jedem Land 60 Menschen mit Demenz in einem frühen bis mittleren Stadium, die bisher noch keine Unterstützung durch berufliche Pflege erhalten, sowie jeweils ein Angehöriger. Die Befragung findet zu drei Zeitpunkten in persönlichen Gesprächen statt: Zu Beginn, nach sechs und nach zwölf Monaten. Fragen zur Lebensqualität, zu den Bedürfnissen, Auswirkungen der Demenz und Nutzung von Hilfsangeboten stehen im Mittelpunkt der ca. zweistündigen Gespräche. 

In Deutschland werden die Befragungen in drei Bundesländern durchgeführt: Sachsen-Anhalt, Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Das Projekt wird dort jeweils durch lokale Kooperationspartner unterstützt. 

„Die Ergebnisse werden dazu beitragen, die Zugangswege zu professioneller Unterstützung besser zu verstehen“, erklärt Professorin Dr. Gabriele Meyer, Direktorin des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft. In diesem Projekt werde den Erfahrungen und Bedürfnissen der Menschen ein großer Wert beigemessen. „Wir möchten, dass Menschen mit Demenz und ihre Bezugspersonen passgenauere und zeitgerechtere Hilfen erhalten.“ 

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekt ActifCare steht für „Access to Timely Formal Care“, also  zeitgerechten Zugang zu professioneller Unterstützung (http://www.actifcare.eu). In acht europäischen Ländern werden die Unterschiede in den Zugangswegen zu professioneller Unterstützung untersucht. Welche Bedingungen erleichtern die Nutzung und welche erschweren sie? So lautet die leitende Frage. Oft nämlich sind Hilfen zwar vorhanden, werden jedoch nicht aufgefunden oder aus anderen Gründen erst spät oder gar nicht in Anspruch genommen. 

Bitte nehmen Sie bei Interesse Kontakt auf mit:

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 
 Medizinische Fakultät
Institut für Gesundheits- u. Pflegewissenschaft
Frau Manuela Friede (Sekretariat)
Magdeburger Str. 8
06112 Halle (Saale)
Tel.: (0345) 557-4466 oder -4498
Fax: (0345) 557-4471 

Oder

Astrid Stephan (Wiss. Mitarbeiterin)
Tel. (0345) 557-4404 
 Mobil. (01573) 7954122 
 E-mail: astrid.stephan(at)medizin.uni-halle.de 

Halle, 30. März 2015