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Rund 3.000 Besucher bei der Langen Nacht der Wissenschaften am Universitätsklinikum Halle (Saale)


Großer Andrang: So lässt sich die Lange Nacht der Wissenschaften an der Universitätsmedizin Halle (Saale) am Freitag, dem 23. Juni, zusammenfassen. Schon vor dem offiziellen Beginn um 18 Uhr hatten sich die ersten Neugierigen und Wissensdurstigen eingefunden. Und der Besucherstrom riss bis 21.30 Uhr nicht ab. Einhellige Meinung aller Beteiligten: Es waren rund 3000 Besucher und damit mehr als im vergangenen Jahr.

Der Helikopter Christoph Halle der Deutschen Luftrettung war einer der „Stars“ und immer dicht umlagert, sobald er vom Einsatz zurück war. Aber auch die Stände im Foyer des Lehrgebäudes, an denen es unter anderem Informationen und Mitmachangebote der NAKO Gesundheitsstudie und des RHESA-Herzinfarktregisters, der Pflegeforschung, aber auch für das Reparieren von Brüchen gab, waren beliebte Stationen. 

Großes Interesse bestand auch an den Führungen und Vorträgen, die verschiedene Einrichtungen im Universitätsklinikum anboten, beispielsweise im neuen Kreißsaal. 

Bei der Augenklinik und der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde konnten die kleinen und großen Gäste ihre Sinne testen. Riech-, Gleichgewichts- und Hörtests standen bei letzterer auf dem Programm, die Augenklinik hatte hingegen verschiedenste Brillen dabei, die simulierten, welche Auswirkungen Erkrankungen des Auges haben und welche Alltagshelfer es gibt, wenn die Sehkraft nachlässt. 

In der Ambulanz der Universitätsklinik für Viszerale, Gefäß- und Endokrine Chirurgie probierten sich die Laien in verschiedenen Operationstechniken aus, was oft wie ein Geschicklichkeitstest anmutete und zeigte, wie konzentriert gearbeitet werden muss. Im Forschungslabor der Orthopädie stand der ein oder andere auf dem Laufband, der Gleichgewichtsplatte oder strengte sich im „Space Curl“ an, um sich in drei Dimensionen um die eigene Achse zu drehen. 

Besonders freute sich die Transfusionsmedizin über den regen Zulauf, wie Leiter Dr. Julian Hering begeistert sagte. „Die Menschen haben schon vor 18 Uhr vor unserer Tür gestanden und wollten sich informieren. Mehr als 50 haben im Laufe des Abends Blut gespendet und mehr als 30 sich als Stammzellspender typisieren lassen“, berichtet er. Noch am Abend sind die Blutkonserven aufbereitet worden. 

In den Seminarräumen im Lehrgebäude präsentierten sich ebenfalls wieder die verschiedensten Themen. Angefangen vom Ausbildungszentrum, über das Skills Lab und Wissenswertes über UV-Strahlung und Sonnenschutz der Klinik für Dermatologie und Venerologie bis hin zum beliebten Ausprobieren des Operationsroboters „Da Vinci“.

Die Angebote der einzelnen Einrichtungen sind von Besuchern aber auch genutzt worden, um eventuell vorhandene Ängste abzubauen und Fragen zu stellen. Beispielsweise wurde die intensivmedizinische Versorgung in der Klinik für Anästhesiologie demonstriert und genau erklärt. Wie Klinikdirektor Prof. Michael Bucher sagte, habe das viele interessiert, ebenso wie die Funktionsweise der HBO-Kammer (Hyperbare Oxygenation), die unter anderem in der Tauchunfallbehandlung zum Einsatz kommt. Aber auch in der Klinik für Nuklearmedizin, die erstmals bei der Langen Nacht der Wissenschaften mitgemacht hat, wurden viele Fragen beantwortet, Ängste genommen und Geräte gezeigt, vor allem zum Thema Bestrahlung, hieß es von den Mitarbeitern.  

Am Standort Medizin-Campus Steintor waren wie jedes Jahr die Führungen durch die Meckelschen Sammlungen ein Highlight. Die im Vorfeld ausgegebenen 120 Karten waren binnen kürzester Zeit vergeben, hieß es aus dem Institut für Anatomie und Zellbiologie.