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Hallesche Augenärztin fährt zum Hilfseinsatz nach Tansania – Mehr als 400 Patienten in zwei Wochen – Spenden werden benötigt


Etwa 90 Prozent aller der etwa weltweit 37 Millionen blinden Menschen wohnt in den Armutsländern unserer Erde. Dabei wären die meisten Ursachen für Blindheit wie Grauer und Grüner Star oder Flussblindheit vermeidbar. Jedoch fehlt es in den armen Regionen an der nötigen medizinischen Versorgung. Linderung will der Verein „Vision für Puma“ schaffen. Puma ist eine Stadt in Tansania, etwa 400 Kilometer vom Flughafen Kilimanjaro entfernt, auf etwa 1500 Meter Meereshöhe gelegen. Dr. Andrea Huth, Oberärztin der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Augenheilkunde, reist Ende Oktober mit einem Team aus einer OP-Schwester und zwei Assistenzärzten nach Puma, um zwei Wochen lang augenkranke Patientinnen und Patienten zu versorgen. 

„Im gesamten Land Tansania gibt es ca 40 Augenärzte, allein in Sachsen-Anhalt sind etwa 250 Augenärzte aktiv“, sagt die Medizinerin, um zu verdeutlichen, wie schwierig die Versorgungslage in dem afrikanischen Land ist. Hinzu kommt, dass sich die Augenärzte in den größeren Städten konzentrieren und die Landbevölkerung keinen Zugang zur augenärztlichen Versorgung hat. Seit 2008 ist der Verein in Puma aktiv. Die hallesche Augenärztin fährt seit 2010 einmal im Jahr für zwei Wochen nach Tansania und opfert dafür bisher ihren Urlaub. „Die Dankbarkeit, die uns von den Patienten entgegengebracht wird, ist einmalig und entschädigt für die Mühen, wie wir auf uns nehmen.“ 

Der Verein hat mittlerweile Strukturen für die medizinische Versorgung aufgebaut. Dennoch muss das Team bei jedem Einsatz Verbrauchsgüter wie Medikamente, Linsen, OP-Besteck oder Handschuhe mitnehmen. Finanziert werden die Kosten durch Spenden an den Verein. Dr. Huth: „Etwa 5000 Euro werden für jeden Hilfseinsatz benötigt.“

Das Einzugsgebiet für die Augenärzte ist sehr groß. Viele Patienten kommen extra nach Puma gereist, um behandelt zu werden. „In den zwei Wochen werden wir zwischen 400 und 500 Patienten untersuchen und davon etwa 50 operieren.“ Dabei führt die Augenärztin unter anderem Operationen am Grauen Star durch oder behandelt Infektionen im Auge. Dabei müssen die Augenärzte oft auf Operationsmethoden zurückgreifen, die vor 20 Jahren in Europa üblich waren – allein schon auf Grund der technischen Ausstattung in Tansania. „Wir könnten noch viel mehr machen, aber zur Behandlung des Grünen Stars (Glaukom) fehlt uns beispielsweise ein Laser.“ Mit diesem könnten auch Gefäßverschlüsse behandelt und Eingriffe an der Netzhaut vorgenommen werden.

Mehr Informationen über den Verein finden Sie hier: www.vision-for-puma.com 

Spendenkonto: 
 Empfänger: Vision For Puma e.V.

 IBAN: DE40 1005 0000 6604 0878 73
 BIC: BELADEBE
 Bank: Berliner Sparkasse

Halle, 4. August 2017