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Projekt „Klasse Allgemeinmedizin“ bei Bundeswettbewerb in Berlin ausgezeichnet

Prof. Dr. Andreas Klement hat die Auszeichnung in Berlin entgegen genommen. (Foto: Susanne Asenkerschbaumer/Tagesspiegel)


Drei Minuten Zeit hatte Professor Andreas Klement. Drei Minuten, in denen er das Projekt „Klasse Allgemeinmedizin“ (KAM) der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg als eines von fünf insgesamt in der Kategorie „Nachwuchsförderung“ bei der Fachkonferenz „Ausgezeichnete Gesundheit 2018“ in Berlin vorstellen konnte. 

Am Ende entschied das Publikum per Knopfdruck und zeigte sich vom Projekt und seiner Präsentation überzeugt. Denn es wählte die „Klasse Allgemeinmedizin“ als herausragendes Beispiel für Verbesserungen im Gesundheitswesen. 

Prof. Klement zog in seinem Vortrag den Vergleich zur Prägung von Graugänsen durch Konrad Lorenz, dies illustriert die Notwendigkeit der Vermittlung eines positiven Vorbilds sehr gut und kam beim Publikum hervorragend an.

2011 war die „Klasse Allgemeinmedizin“ an den Start gegangen und konnte 2017 die ersten Teilnehmer verabschieden. Waren bis dahin jedes Jahr 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgenommen worden, waren es im vergangenen Jahr aufgrund des großen Interesses 40, so dass die „Klasse Allgemeinmedizin“ mittlerweile zweizügig ist. Das Konzept war zudem 2014 als „Ort im Land der Ideen“ der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ als einziges Projekt aus Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Die Initiative war 2006 von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), gegründet worden.

Das Projekt „Klasse Allgemeinmedizin“ der Medizinischen Fakultät Halle soll dazu beitragen, dem Hausarztmangel vor allem auch in ländlichen Regionen entgegenzuwirken. Neben dem normalen Medizin-Studium haben die Studierenden ein zusätzliches Curriculum als feste Seminargruppe, in dem auch jedes Semester Praxistage in den Praxen ihrer Mentorinnen und Mentoren enthalten sind. 84 Mentorinnen und Mentoren stehen dabei während der gesamten Zeit der Ausbildung an der Seite der Studierenden. 

„Die Auszeichnung hat uns sehr gefreut und auch ein klein wenig überrascht, wir werden durch die Wahl des Publikums in unserem Weg bestätigt, die KAM zu verstetigen und weiter auszubauen“ sagte Prof. Frese nach der Preisverleihung.

Der Bundeswettbewerb „Ausgezeichnete Gesundheit 2018“ wurde vom Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) in Deutschland unterstützt und vom Tagesspiegel-Verlag ausgerichtet und fand erstmals statt. Nominiert worden war das Projekt von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt. Alle nominierten Projekte wurden zuvor in einem bundesweiten Auswahlprozess ermittelt, ehe sie in Berlin im Finale von einer Expertenjury bewertet wurden.