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Vize-Rektoren der Stradiņš Universität Riga besuchen Universitätsmedizin Halle (Saale)


Wie das Medizinstudium in Halle beziehungsweise Deutschland organisiert ist, welche Veränderungen mit dem „Masterplan Medizinstudium 2020“ zu erwarten sind und zukünftige Kooperationsmöglichen waren nur einige der Themen, die Prof. Guntis Bahs und Toms Baumanis von der lettischen Stradiņš Universität Riga interessierten. Die beiden Vize-Rektoren der lettischen Universität statteten, unterstützt vom Verband der Deutschen Universitätsklinika (VUD), der Medizinischen Fakultät und dem Universitätsklinikum Halle (Saale) am Donnerstag, 19. April 2018, einen Besuch ab.

Zunächst diskutierten sie mit dem Dekan Prof. Dr. Michael Gekle, dem Studiendekan Prof. Dr. Matthias Girndt und den beiden Fachschaftsvertretern Nils Kathmann und Sebastian Hauschild (alle Medizinische Fakultät Halle) über das Medizinstudium in Deutschland, insbesondere in Bezug auf den klinischen Studienteil. 

Insbesondere das Konzept der Akademischen Lehrkrankenhäuser, die mit der Universitätsmedizin Halle (Saale) kooperieren, stieß bei den lettischen Vertretern auf großes Interesse, ebenso wie die Facharztausbildung inklusive der Prüfung bei den Ärztekammern. Aber auch im Hinblick auf das Studium selbst wollten die Vizerektoren sich konkreter über die Zugangsvoraussetzungen und die Auswirkungen der geplanten Veränderungen im Masterplan Medizinstudium informieren. „Wir möchten wissen, wie Sie das handhaben“, sagte Toms Baumanis, denn an der Stradiņš Universität in Riga studieren 26 Prozent ausländische Menschen Medizin, wovon etwa 50 Prozent Deutsche sind. Der hallesche Dekan Prof. Gekle erklärte, dass in Halle bereits sehr viele Punkte des Masterplans umgesetzt werden, insbesondere der stärkere Praxisbezug. Das wurde eindrucksvoll im Dorothea Erxleben Lernzentrum der halleschen Fakultät gezeigt, wo der Leiter Dr. Dietrich Stoevesandt einige Simulatoren, Konzepte und Methoden erläuterte, die den Studierenden alle Grundlagen vermitteln, aber auch für Weiterbildungen genutzt werden können. 

Des Weiteren kamen strukturelle Voraussetzungen wie die Approbationsordnung und die Bundesärzteordnung zur Sprache, aber auch praktische Herausforderungen wie die Patientendatensicherheit. Hier tauschten sich die halleschen und lettischen Vertreter über den Ist-Stand und die kommenden Herausforderungen aufgrund der EU-Gesetzgebung aus.

Die Besucher aus Lettland erhielten zudem von Prof. Dr. Hans-Günter Schaller eine Führung durch die im vergangenen Jahr neueröffnete Zahnklinik auf dem Medizin-Campus Steintor. Den Abschluss des Besuchs bildete ein Rundgang im Universitätsklinikum Halle (Saale), geführt vom Leiter Bauprojekte, Alexander Domhardt, und dem Leiter des ZD 14, Peter Stareprawo, mit Einblicken in die Klinik für Dermatologie, eine Station der Inneren Medizin, in die Klinik für Strahlentherapie mit den Computertomographen und den Linearbeschleunigern sowie in die Seminarräume und Hörsäle im Lehrgebäude am Standort Ernst-Grube-Straße. „Hier sieht man, dass es ein Universitätsklinikum ist“, sagte Prof. Guntis Bahs anerkennend im Hinblick auf die Kombination von Lehre, Krankenversorgung und Forschung unter einem Dach.