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uPA/PAI-1-Test erspart Chemotherapie

Die beiden Eiweiße uPA und PAI-1 (Plasminogen-Aktivator vom Urokinase-Typ und sein Inhibitor PAI-1) geben als Prognosefaktoren Auskunft über das Rückfallrisiko der Patientin: erhöhte Konzentrationen von uPA und / oder PAI-1 im Tumor korrelieren mit einem ungünstigen Krankheitsverlauf, diese Patientinnen benötigen und profitieren von einer Chemotherapie. Tumore mit niedrigen Werten von uPA und PAI-1 haben einen günstigen Verlauf, diese Patientinnen benötigen keine Chemotherapie. Dies betrifft Frauen ohne Lymphknotenbefall und mit einer mäßigen Differenzierung der Tumorzellen (sogenannte G2-Tumore). Für die Bestimmung der uPA und PAI-1-Werte wird Frischgewebe aus dem Tumor (Stanzen vor der OP oder Gewebe während der OP genommen) zur Analyse in unser Labor geschickt. Wir bieten den Test sowohl für unsere als auch für Patientinnen aus externen Häusern an. Für die Logistik und den Transport beachten Sie bitte unsere Hinweisblätter (allgemeine Hinweise, Laborauftrag). Circa eine Woche nach der Probenentnahme erhalten die Ärzte die Laborberichte. Da für die Bestimmung eine frische Gewebeprobe aus dem Tumor benötigt wird, sollte der Gynäkologe vor der Operation mit der Patientin absprechen, ob der Test für sie in Frage kommt.

Schwellenwerte
uPA: ≥ 3 ng/mg Gesamtprotein
PAI-1: ≥14 ng/mg Gesamtprotein
Patientinnen mit uPA und PAI-1-Werten unterhalb der Schwellenwerte benötigen keine Chemotherapie (beide Werte sind erniedrigt)
Patientinnen mit uPA und / oder PAI-1-Werten oberhalb der Schwellenwerte benötigen eine Chemotherapie (ein erhöhter Wert ist ausreichend für die Empfehlung zur Chemotherapie).

Behandlungspfad für die Patientin
1. Erstkontakt der Patientin beim Niedergelassenen
2. Überweisung an die Klinik, präoperative Diagnostik
3. Aufklärung über die uPA/PAI-1-Bestimmung
4. Veranlassung der Asservierung von Frischgewebe aus Stanze oder Resektat
5. OP mit Asservierung von Tumorfrischgewebe
6. Histologiebefund, bei G2-Tumoren uPA/PAI-1-Bestimmung veranlassen
7. Befundbesprechung im Senologiekonsil und mit der Patientin

Der Test für die quantitative Bestimmung von uPA/PAI-1 wird von den deutschen und internationalen Leitlinien zur Therapie des Mammakarzinoms empfohlen.

AGO-Empfehlungen "Therapie primärer und fortgeschrittener Mammakarzinome" als PDF zum Herunterladen
S3-Leitlinien der Dt. Krebsgesellschaft 2012: als PDF zum Herunterladen
ASCO Guidelines: als PDF zum Herunterladen
Patientenratgeber zu den AGO-Empfehlungen 2011: als PDF zum Herunterladen

 

uPA/PAI-1-Team unserer Klinik:
Dr. rer. nat. Martina Vetter (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Sandy Kaufhold (MTA)
Dr. med. Eva Kantelhardt (Ärztin)
v. r. n. l.
Für Fragen stehen wir Ihnen unter Telefon:
0345 557 5266 oder 0345 557 1336 zur Verfügung.
Kontakt über E-Mail: gyn.lab(at)uk-halle.de

Hier für Sie noch einmal wichtige Hinweise, das Formular für den Laborauftrag und interessante Literatur.

Hinweise zur Asservierung von Tumorgewebe

Laborauftrag

Kontakt uPA/PAI-1-Team

Biologin:
Dr. rer. nat. Martina Vetter
Anschrift:
Ernst-Grube-Straße 40
06120 Halle (Saale)

Telefon: 0345 557 1336
Telefon: 0345 557 5266
E-Mail: gyn.lab(at)uk-halle.de