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Promotionskolleg Medizin

Das Promotionskolleg Medizin umfasst alle strukturierten Doktorandenprogramme der Fächergruppe Medizin der Martin-Luther-Universität. Es stellt ein Instrument der Medizinischen Fakultät zur wissenschaftlichen Nachwuchsförderung dar. 

Das interdisziplinäre Promotionskolleg Medizin der Medizinischen Fakultät (an anderen Fakultäten auch Graduiertenschule genannt) wurde mit Veröffentlichung der Ordnung desgleichen im Amtsblatt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im August 2012 gegründet. Die erste Änderungsordnung wurde am 07.03.2017 im Amtsblatt der Universität veröffentlicht und seit dem 08.03.2017 in Kraft getreten.

 

 

 

Vorteile von Promotionskollegs gegenüber Einzelpromotionen

  • Sie besitzen einen Verbundcharakter, der Interdisziplinarität und Kontakte zwischen Doktoranden1 fördert.
  • Sie bieten eine strukturierte Betreuung.
  • Sie bieten gezielt Veranstaltungen, die Schlüsselkompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens vermitteln.

1 Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten jeweils in männlicher und weiblicher Form

(Pfeiffer et al. Die Motivation zu promovieren. Dtsch Med Wochenschr 2011;136:876-881)

Ziele des Promotionskollegs

  1. Sie soll die wissenschaftliche Ausbildungsqualität von Doktoranden weiter verbessern.
  2. Sie soll herausragenden Doktoranden einen eigenständigen Weg zur Promotion zusätzlich zu den vorhandenen Formen des Promovierens eröffnen, wobei sich das Promotionsverfahren selbst nach den bestehenden Promotionsordnungen richtet.
  3. Sie soll das interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeiten fördern.

Details des Aufbaus des Promotionskollegs werden in der Ordnung beschrieben. Im Folgenden finden Sie orientierend die wesentlichen Elemente des Promotionskollegs und damit des strukturierten Promovierens wieder.

Themenschwerpunkte des Promotionskollegs

Förderung von Dissertationsthemen insbesondere (d.h. jedoch nicht ausschließlich) im Bereich der beiden Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät:

  • Schwerpunkt Krebsforschung/Molekulare Medizin der Signaltransduktion
  • Klinische Epidemiologie und Pflegeforschung

Qualitätssichernde Maßnahmen des Promotionskollegs

  • Doktoranden/innen, die als Mitglieder aufgenommen werden, werden von zwei (anstatt wie sonst üblich von einem) Betreuern betreut
  • Angebote (Lehreinheiten) zu allgemeinen Schlüsselqualifikationen (Gute wissenschaftliche Praxis, Studienplanung, Ethikantrag, Datenschutz, medizinische Statistik, wissenschaftliches Schreiben, wissenschaftliches Vortragen)
  • Angebote zu fachspezifischen Themen (z.B. Grundprinzipien der tierexperiementellen Forschung, Techniken der Nukleinsäure-Analyse, Techniken der Protein-Analyse, mikroskopische Techniken etc.)
  • Mindestens jährliche Präsentation des Stands des Promotionsprojekts im Rahmen des Kolloquiums des Promotionskollegs

(Zahn)Medizinstudierende, die als Mitglieder im Promotionskolleg aufgenommen werden, müssen innerhalb der 12-monatigen Promotionsphase mindestens 22 Lehreinheiten belegt haben. Doktoranden, die das Studium bereits abgeschlossen haben (Mitglieder der Klassen 2 und 3 des Promotionskollegs), müssen innerhalb der 36-monatigen Promotionsphase 67 Lehreinheiten belegt haben.
Nach erfolgreichem Abschluss des Promotionsverfahrens erhalten Doktoranden/innen, die als Mitglieder im Promotionskolleg aufgenommen wurden, ein Zertifikat.

Status von Doktoranden im Promotionskolleg

Doktoranden müssen vorab überlegen, in welcher Form sie im Promotionskolleg Medizin aufgenommen werden möchten:

Mitglied

  • Ein Mitglied benötigt zwei Betreuer.
  • Ein Mitglied muss vorab einen gegliederten Projektantrag bei der Steuergruppe des Promotionskollegs einreichen.
  • Ein Mitglied wird vorab von der Steuergruppe des Promotionskollegs Medizin begutachtet
  • Ein Mitglied kann auf Antrag aus dem Roux-Fördermodul 6 oder Roux-Fördermodul 7 finanziell gefördert werden.
  • Ein Mitglied verpflichtet sich zur Teilnahme an den jährlichen Kolloquien des Promotionskollegs.
  • Ein Mitglied verpflichtet sich zur Teilnahme an der Mindestanzahl der in der Ordnung vorgeschlagenen Wahlpflichtangebote (allgemeine Schlüsselqualifikationen und Angebote zu fachspezifischen Themen).
  • Die Aufnahme als Mitglied erfolgt jeweils zu Semesterbeginn; die Bewerbungs-Deadlines sind der 15.12. (für das kommende Sommersemester) und der 15.06. für das kommende Wintersemester.
  • Nach erfolgreichem Abschluss des Promotionsverfahrens und Einhaltung der Verpflichtungen erhält der Doktorand ein Zertifikat des Promotionskollegs Medizin.

Teilnehmer

  • Ein Teilnehmer benötigt nicht zwei Betreuer.
  • Ein Teilnehmer muss keinen gegliederten Projektantrag bei der Steuergruppe des Promotionskollegs einreichen.
  • Ein Teilnehmer wird nicht von der Steuergruppe des Promotionskollegs Medizin begutachtet
  • Ein Teilnehmer beantragt die Aufnahme in das Promotionskolleg lediglich unter Vorlage des unterzeichneten Doktorandenvertrags.
  • Ein Teilnehmer verpflichtet sich nicht zur Teilnahme an der Mindestanzahl der in der Ordnung vorgeschlagenen Wahlpflichtangebote (allgemeine Schlüsselqualifikationen und Angebote zu fachspezifischen Themen).
  • Die Aufnahme als Mitglied kann auf Antrag jederzeit erfolgen.
  • Nach erfolgreichem Abschluss des Promotionsverfahrens und Einhaltung der Verpflichtungen erhält der Doktorand eine Teilnahmebescheinigung des Promotionskollegs Medizin.

Kontakt

Univ.-Prof. Dr. med.
Michael Bucher

Ansprechpartnerin:
Frau Annett Christel

Tel.: 0345/557-2115
E-Mail: promotionskolleg@
medizin.uni-halle.de

Hausanschrift

Universitätsklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle (Saale)