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Kurztitel

Online-Befragung zu Netzwerken der Frühen Hilfen im Land Sachsen-Anhalt

Zeitraum

08/2013 - 12/2013

Leitung

Prof. Dr. Gabriele Meyer/  Prof. Dr. phil. habil. Johann Behrens 
Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Medizinische Fakultät, 
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Magdeburger Str. 8
06112 Halle/Saale

Prof. Dr. med. Dieter Körholz 
Universitätsklinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Ernst-Grube-Straße 40
06120 Halle/Saale            

Mitarbeiter/innen

  • Elke Mattern MSc 
  • Dr. rer. medic. Steffen Fleischer 
  • Dr. rer. medic. Gertrud M. Ayerle 
  • OA Dr. med. Daniel Clauß

Ansprechpartner/in:

Partner (angefragt):

  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V (Sachsen-Anhalt)
  • Berufsverband der Frauenärzte e.V. (Sachsen-Anhalt)
  • Deutscher Hebammenverband e.V. 
  • Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands e.V.
  • Ärztekammer Sachsen-Anhalt
  • Kassenärztliche Vereinigung

Förderer

Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt
Zentrum „Frühe Hilfen für Familien“
Turmschanzenstraße 25
39114 Magdeburg

Ansprechpartnerin: Frau Ilona Oesterhaus
Tel.: 0391 567 4037; Fax: 0391 567 4035
E-Mail: Ilona.Oesterhaus(at)ms.sachsen-anhalt.de

 

Zusammenfassung 

Hintergrund

Bisher ist nicht hinreichend bekannt noch wissenschaftlich erforscht – weder bundesweit noch für Sachsen-Anhalt – welche Erfahrungen und Bedarfe niedergelassene Kinder-, Frauen- und Hausärzt/innen sowie freiberuflich tätige Hebammen hinsichtlich einer Kooperation in den Frühen Hilfen, insbesondere den lokalen Netzwerken Kinderschutz, des Landes Sachsen-Anhalt haben. 

Basierend auf der Rückmeldung von 13 Netzwerk-Koordinatoren/innen in Sachsen-Anhalt konnte quantitativ eine Veränderung der Netzwerkbeteiligung von Kinderärzt/innen von 23% (2012) auf 85% (2013) und von Frauenärzt/innen von 0% auf 15% beobachtet werden. Die berichtete Beteiligung von Hausärzt/innen stieg im gleichen Zeitraum von 15% auf 31% und von Hebammen von 23% auf 54% an (Oesterhaus &  Christoph, 2013). Es erfolgt also eine zunehmende Einbeziehung dieser Professionen in strukturelle Konzepte, jedoch ist unbekannt, welche Faktoren und Rahmenbedingungen diese fördern und erleichtern könnten.         

Ziel

Erhebung der Sichtweisen der niedergelassenen Kinder-, Frauen- und Hausärzt/innen sowie freiberuflich tätiger Hebammen als (potenzielle) Kooperationspartner der Frühen Hilfen in den lokalen bzw. regionalen Netzwerken für Frühe Hilfen 

Forschungsfragen

  • Wie sehen niedergelassene Kinder-, Frauen- und Hausärzt/innen sowie freiberuflich tätige Hebammen in Sachsen-Anhalt eine multidisziplinäre und multiprofessionelle Kooperation in den lokalen bzw. regionalen Netzwerken für Frühe Hilfen?
  • Welche strukturellen Voraussetzungen sind aus Sicht von niedergelassenen Kinder- und Frauenärzten/innen sowie freiberuflich tätige Hebammen im Land Sachsen-Anhalt notwendig, um aktiv im System der Frühen Hilfen mit-wirken zu können? 
  • Wie arbeiten niedergelassene Kinder-, Frauen- und Hausärzt/innen sowie freiberuflich tätige Hebammen in Sachsen-Anhalt in ihrer Praxis mit anderen Professionellen und Akteuren der Frühen Hilfen (bisher) zusammen?
  • Welche praktischen Kooperationsformen (in den lokalen bzw. regionalen Netzwerken für Frühe Hilfen) haben sich aus Sicht der niedergelassenen Kinder-, Frauen- und Haus-ärzt/innen sowie freiberuflich tätigen Hebammen bewährt?
  • Welche Vorschläge haben niedergelassenen Kinder-, Frauen- und Haus-ärzt/innen sowie freiberuflich tätigen Hebammen zu praktischen Kooperationsformen, die für sie insbesondere in der alltäglichen Praxis eine Entlastung darstellen?

Methodik

 In den Monaten September und Oktober 2013 erfolgt eine Querschnittsbefragung der Zielgruppen in Sachsen-Anhalt: 

  • niedergelassene Kinderärzt/innen: n = 194 (GBE-Bund, 2012)
  • niedergelassene Frauenärzt/innen: n = 323 (GBE-Bund, 2012) 
  • Hausärzt/innen: n = 1.680 (GBE-Bund, 2012)
  • freiberuflich tätig Hebammen: n = ca. 320 (Landeshebammenverband Sachsen-Anhalt)

Ergebnis

Es wird dem Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt ein Bericht vorgelegt, der die Ergebnisse der online-Befragung strukturiert und in ihren wesentlichen Aussagen zusammenfasst. Es werden daraus Empfehlungen zur Einbindung der niedergelassenen Kinder-, Frauen- und Hausärzt/innen sowie freiberuflich tätiger Hebammen in die lokalen/regionalen Netzwerke formuliert.

Geplante Abgabe des Berichts: 31.12.2013

Literatur

  • Baur, N & Florian. M. J. (2009). Stichprobenprobleme bei Online-Umfragen. In N. Jackob, H. Schoen  & T. Zerback (Hrsg.), Sozialforschung im Internet Methodologie und Praxis der Online-Befragung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
  • Bosnjak, M. & Batinic, B. (2002). Understanding the Willingness to Participate in Online Surveys. The Case of E-mail Questionnaires. In B. Batinic, U.-D. Reips, & M. Bosnjak, (Hg.), Online Social Sciences. Seattle et al., S. 81-92.
  • Couper, Mick & Coutts, E. (2006). Online Befragung. Probleme und Chancen verschiedener Online-Erhebungen. In A. Diekmann (Hrsg.) (2006), Methoden der Sozialforschung. Wiesbaden, S. 217-243.
  • Dillman, D.A. (2000): Mail and Internet Surveys. The Tailored Design Method. New York: John Wiley & Sons.
  • Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) (2013). Frühe Hilfen – Vernetzung lokaler Ange-bote mit vertragsärztlichen Qualitätszirkeln. www.kvbawue.de/praxisalltag/qualitaetssicherung/fruehe_hilfen/ (Stand: 25.6.2013)
  • Luderer, C., Ayerle, G. M. & Behrens, J. (2010). FrühStart: Exemplarische Klientinnenpfade und Bruchstellen im System Frühe Hilfen. In Renner, I., Sann, A. & Nationales Zentrum Frühe Hilfen (Hrsg.), Forschung und Praxisentwicklung Früher Hilfen: Modellprojekte begleitet vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (S. 222-240). Köln: BZgA.
  • Oesterhaus, I. &  Christoph, M. E. (2013). Regelhafter Ausbau Frühe Hilfen aus Sicht des Landes Sachsen-Anhalt. Landeskoordinierungsstelle im Zentrum „Frühe Hilfen für Familien“ im Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt (Vortrag anlässlich des 18. Kongresses Armut und Gesundheit "Brücken bauen zwischen Wissen und Handeln - Strategien der Gesundheitsförderung" am 6. und 7.3.2013 in Berlin). www.fruehehilfen.de/fileadmin/user_upload/fruehehilfen.de/downloads/Regelhafter_Ausbau_Sachsen-Anhalt.pdf (Stand: 24.7.2013)